Eisrettungsübung auf dem Jröne Meerke

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Am Samstag, den 13.02.2021, hat die DRK-Wasserwacht Neuss eine Eisrettungsübung auf dem Jröne Meerke durchgeführt. Geübt wurde die Rettung einer eingebrochenen Person mit verschiedenen Rettungsmitteln, wie dem Spineboard oder der Schleifkorbtrage.

Witterungsbedingungen, wie die der vergangenen Woche, sind in Deutschland selten geworden und Eisrettungsübungen konnten in den vergangenen Jahren nur auf dem Trockenen stattfinden. Um diese Gelegenheit zu nutzen, wurde die Übung unter Einhaltung aller Infektionsschutzmaßnahmen durchgeführt.

Neben den sechs Rettern, die sich nacheinander in zweier Teams auf das Eis gewagt haben, ist die Absicherung von Land aus ebenso wichtig. Jede Person, die sich auf das Eis begibt, wird angeleint und von Land aus gesichert. Denn trotz aller Vorkehrungen müssen die Retter jederzeit damit rechnen, ins Eis einzubrechen.

Die Eisretter tragen einen speziellen Anzug, der sie auch beim Einbruch in das Eis trocken hält. Sie sind mit Eispickeln ausgerüstet, mit denen sie sich auf dem Eis fortbewegen können. Mit einem Spineboard oder einer Schleifkorbtrage arbeiten sie sich zu der eingebrochenen Person vor. (Corona-bedingt wurde mit einer lebensgroßen Puppe gearbeitet, die gerettet werden musste.)

Gemeinsam wird die eingebrochene Person dann aus dem Wasser gezogen und auf das Rettungsmittel gelegt. Übungsleiter Detlev Rohr erklärt: „Die größte Herausforderung für die Retter ist es, die Person aus der Einbruchstelle auf das Rettungsmittel zu ziehen. Die zu rettende Person kann wegen der Unterkühlung womöglich nicht mehr selbst mithelfen, die Winterkleidung hat sich voll Wasser gezogen.“

Dort, wo die Person eingebrochen ist, ist das Eis auch drum herum sehr brüchig, weshalb die Retter besonders vorsichtig sein müssen. Sobald die zu rettende Person sicher auf dem Rettungsmittel liegt, kann sie mit einem Seil an Land gezogen und an den Rettungsdienst übergeben werden.

Rohr zeigt sich sehr zufrieden mit der Übung: „Verschiedene Szenarien konnten unter realen Bedingungen geübt werden. Wir konnten vier neue Eisretter ausbilden, die nun im Einsatz genau wissen, was sie beachten müssen.“

Achtung: Sicher ist eine Eisschicht auf stehenden Gewässern erst ab 15 cm Dicke! Die Wasserwacht rät, Eisflächen auf natürlichen Gewässern grundsätzlich zu meiden. Sollte man sehen, dass eine Person in das Eis einbricht, muss umgehend ein Notruf unter der Notrufnummer 112 abgesetzt werden. Fotos(3): DRK-Wasserwacht Neuss

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