Angehende Landschaftsgärtner der Stadt: Eingangsbereich des Büdericher Friedhofes neu gestaltet

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Ein Schild am Bauzaun am Brühler Weg in Büderich klärt die Friedhofsbesucher auf: „Hier bauen unsere Azubis für Sie!”. 

Gerade ver­le­gen die ange­hen­den Garten- und Landschaftsbauer der Stadt Meerbusch unter Leitung ihrer Ausbilder Gerd Schumacher und Bernd van Hees und die letz­ten Steine. Die Neugestaltung des Haupteingangsbereichs des Büdericher Friedhofes ist nahezu abge­schlos­sen. Zum Friedhofstor und zur Trauerkapelle hin wur­den die alten, von Baumwurzeln hoch­ge­drück­ten Gehwegplatten aus­ge­bag­gert und durch neues bel­gi­sches Klinkerpflaster ersetzt.

Rustikale Kopfsteine fas­sen die Wege ein, Fahrradständer und eine neue Ruhebank run­den das Bild ab. Auch das Mahnmal für die Opfer der natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Gewaltherrschaft von Peter Rübsam soll durch das neue Pflaster bes­ser zur Geltung kommen.

Dass die ange­hen­den Garten- und Landschaftsbauer schon wäh­rend ihrer Ausbildung früh pra­xis­nah arbei­ten ler­nen, gehört in der Azubi-​Kolonne des Fachbereichs Grünflächen zur Hausphilosophie. Schnöde Beschäftigungstherapie oder reine Handlangerarbeiten gibt es hier nicht.

Unsere Auszubildenden ler­nen grund­sätz­lich sofort an eige­nen Projekten. Das ist abwechs­lungs­reich und macht mehr Spaß als blo­ßes Lernen durch Zugucken”, so Bernd van Hees. Spielplätze neu gestal­ten, Schonungen im städ­ti­schen Wald anle­gen oder einen Bewegungspark mit moder­nen Fitnessgeräten bauen – an gemein­sa­men Erfolgserlebnissen fehlt es dem Nachwuchs nicht. „Zudem kön­nen die Neulinge bei uns in Ruhe arbei­ten und üben. Auch wenn ein Projekt dann mal etwas län­ger dau­ert, ist das kein Problem.”

Daumen hoch – die Azubis Lars Christmann (links) und Michel Querling mit ihren Ausbildern Bernd van Hees und Gerd Schumacher (hin­ten) sind stolz auf den ver­schö­ner­ten Eingangsbereich des Büdericher Friedhofes. Foto: Stadt Meerbusch

Am Büdericher Friedhof war das bel­gi­sche Klinkerpflaster, im „Fischgrätmuster” ins Splitbett gesetzt, die größte Herausforderung. Die rosa­far­be­nen Steine aus hei­mi­schem Ton sind leicht gebo­gen, hier und da ungleich­mä­ßig geformt, und auch die Maße stim­men nicht immer über­ein. Das Verlegen gleich bis­wei­len einem Puzzlespiel. „Hier muss man genau mes­sen und gerade an den Ecken und Kanten exakt zuschnei­den”, sagt Lars Christmann. Aber gerade das Tüfteln mache Spaß.

Jetzt sind die Arbeiten abge­schlos­sen, im Frühjahr soll an den Wegrändern noch Grün nach­ge­pflanzt wer­den. Für Besucher wich­tig: Der Haupteingang ist wie­der geöff­net, Umwege zu den Seiteneingängen sind nicht mehr nötig.

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