Rhein-​Kreis Neuss – Erntebericht 2020 – Klimawandel ist eine Herausforderung

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Rhein-​Kreis Neuss – Kreislandwirtin Dr. Juliane Wahode: Nach einem Winter, der die Niederschlagsdefizite des letz­ten Jahres zum Teil aus­glei­chen konnte, star­te­ten die Kulturen gut in das Frühjahr. Wobei es bei der Wintergerste bedingt durch Niederschläge teils zu einer ver­spä­te­ten Aussaat kam.

Durch große Trockenphasen von Ende März bis Anfang Juni sind die Getreideerträge je nach Bodenqualität sehr stark schwan­kend. Sodass bei der Wintergerste und Winterweizen Erträge zwi­schen 50 und 110 dt/​ha erreicht wer­den konn­ten. Die höhe­ren Erträge wur­den auf den guten was­ser­hal­te­fä­hi­gen Böden erzielt.

Die nicht so erfreu­li­chen Erträge wur­den auf den flach­grün­di­gen, san­di­gen Böden ein­ge­fah­ren. Der Winterraps hatte zum wie­der­hol­ten Male zur Aussaat im Herbst mit sehr tro­cke­nen Bedingungen zu kämp­fen.

Auch der Winterraps litt zur Blüte unter der Trockenheit. Jedoch kamen früh eta­blierte Bestände auf­grund der bes­se­ren Wurzelentwicklung erstaun­lich gut mit den tro­cke­nen Bedingungen klar. Sodass die Ernteerträge im Vergleich zum Vorjahr leicht bes­ser waren. Hier wur­den zwi­schen 38 und 50 dt/​ha gedro­schen.

Für die Sommerkulturen wie Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln wären aktu­ell aus­gie­bige Niederschläge von Nöten. Durch diese könn­ten auf vie­len Standorten die Erträge der Sommerkulturen noch ein zufrie­den­stel­len­des Ergebnis erzie­len. Insbesondere die Zuckerrübe kann tro­ckene Anbaubedingungen meist gut kom­pen­sie­ren und ist des­we­gen ein wich­ti­ges Fruchtfolgeglied der rhei­ni­schen Bucht. Die Zuckerrübe sorgt für eine posi­tive CO2-​Bilanz.

Auf der Suche nach Getreidesorten, die mit tro­cke­nen Bedingungen und einer guten Krankheitsresistenz aus­ge­stat­tet sind, beschäf­tigt sich die Landwirtschaftskammer NRW z.B. auf ihrem Versuchsstandort in Mönchengladbach Beckrath/​Venrath. Hier wird die Leistung der unter­schied­li­chen Getreidesorten unter den ört­li­chen Bedingungen geprüft.

Die Landwirte pas­sen auf­grund der Sortenergebnisse und Empfehlungen immer wie­der ihre Sortenwahl an, um mög­lichst res­sour­cen­scho­nend arbei­ten zu kön­nen. Gerade der Bereich Sortenzüchtung und die Anpassungen an ver­än­derte Umweltbedingungen wie gerin­ge­rer Niederschlag, höhere Temperaturen usw. ist ein lang­wie­ri­ger Prozess.

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