Verwaltung gut gerüs­tet für Corona-Krise

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Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Freitag, 13. März 2020: Vier Kaarster sind mit dem Corona-​Virus infi­ziert, 15 Personen ste­hen als Verdachtsfälle oder Kontaktpersonen unter Quarantäne. 

Alle städ­ti­schen Veranstaltungen sind bis ein­schließ­lich 5. April abge­sagt, Schulen und Kitas bis zum Ende der Osterferien geschlos­sen. Eine sol­che Situation ist auch für die Stadtverwaltung neu, das Vorgehen aber geord­net und strukturiert.

Vor gut zwei Wochen haben wir unse­ren Stab für außer­ge­wöhn­li­che Ereignisse akti­viert. Damit hat der Corona-​Virus bei uns oberste Priorität. Im Stab wer­den alle Bereiche der Verwaltung zusam­men­ge­führt, die bei Bewältigung der Corona-​Krise hel­fen können.

Gleichzeitig haben wir einen Bereitschaftsdienst ein­ge­führt, um jen­seits der Dienstzeiten und auch am Wochenende hand­lungs­fä­hig zu blei­ben“, sagt der Erste Beigeordnete der Stadt Kaarst, Dr. Sebastian Semmler. Er lei­tet den Stab und wird dabei von sei­nen Vorstandskollegen unterstützt.

Von beson­de­rer Bedeutung ist die Zusammenarbeit mit dem Kreis-​Gesundheitsamt. Von dort kom­men die Meldungen über Personen, die Kontakt zu Infizierten hat­ten, sel­ber infi­ziert sind, oder aus Krisenregionen zurück nach Kaarst kom­men. Diese Meldungen wer­den durch den Bereitschaftsdienst der Stadt weiterverarbeitet.

In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt ent­schei­den wir über die not­wen­di­gen Maßnahmen. Dies kann die häus­li­che Quarantäne sein, dazu zäh­len aber auch Schul- und Kita-​Verbote. Unsere Maßnahmen müs­sen den betrof­fe­nen Personen schrift­lich zuge­stellt wer­den“, erläu­tert Brigitte Kaulen, Leiterin des Kaarster Ordnungsamtes, die mit ihren Mitarbeitern den Kern des Bereitschaftsdienstes bildet.

Quer durch die Verwaltung wur­den zudem kleine Teams zusam­men­ge­stellt, die ins­be­son­dere am Abend und am Wochenende für Entlastung des Ordnungsamtes sor­gen. Im Feuerwehrgerätehaus Büttgen ste­hen zusätz­li­che Arbeitsplätze zur Verfügung, die vom Bereitschaftsdienst jen­seits der Bürozeiten genutzt wer­den können.

Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus sieht die Verwaltung gut gerüs­tet. Allerdings könn­ten auch wei­ter­ge­hende Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter erfor­der­lich werden.

Auch die Kaarster Feuerwehr stellt sich in Corona-​Zeiten auf beson­dere Maßnahmen ein. „Wir haben bereits alle Veranstaltungen wie den Rauchmeldertag abge­sagt. Zusätzlich wer­den wir sicher­lich, um unnö­tige Kontakte in der Truppe zu vermeiden.

Unsere Einsatzbereitschaft darf und wird nicht lei­den. Wir ver­fü­gen über ent­spre­chende Schutzausrüstung, um uns im Kontakt mit Infizierten zu schüt­zen“, sagt Feuerwehr-​Chef Andreas Kalla.

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