Infoveranstaltung zum Projekt Strategischer Bahndamm

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Rommerskirchen – Das Projekt Strategischer Bahndamm wurde – nach­dem die vor­be­rei­ten­den Arbeiten, ins­be­son­dere die Fällung von Bäumen, begon­nen hat – inten­siv dis­ku­tiert.

Dabei wur­den – teils aus emo­tio­na­ler Betroffenheit, teils aus Unkenntnis – viele Gesichtspunkte durch­ein­an­der­ge­bracht. Daher hatte das Rathaus für Donnerstag, den 13.2. die Bürgerschaft zu einer Informationsveranstaltung in das Dienstleistungszentrum ein­ge­la­den.

Das Projekt „Strategischer Bahndamm” ist seit gerau­mer Zeit gründ­lich geplant Der vor über 100 Jahren auf­ge­schüt­tete, aber nicht in die Nutzung über­führte Bahndamm, ist eines der weni­gen natur­na­hen Landschaftselemente und hat eine ent­spre­chende Bedeutung als Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Er stellt gleich­zei­tig eine wich­tige funk­tio­nale Beziehung zwi­schen den Ortschaften ent­lang des Bahndamms und dem Zentrum Rommerskirchen her. Für die Bewohner hat der Bahndamm eine hohe Bedeutung für die Naherholung, da sich sonst nur Flurwege der Landwirtschaft für die Naherholung anbie­ten. Die Nutzung die­ser Wege durch Erholungssuchende führt oft zu Konflikten mit den Hauptnutzern, den Landwirten.

Mit dem Projekt soll der Strategische Bahndamm im Sinne einer mul­ti­funk­tio­na­len Grünen Infrastruktur sowohl für die Belange von Naturschutz, als auch für die Naherholung und als Ortsverbindung auf­ge­wer­tet wer­den.

Bei der Informationsveranstaltung im Rathaus wurde das Projekt zunächst noch ein­mal von den Fachplanern vor­ge­stellt. Dabei wurde deut­lich, wie akri­bisch das Projekt – v.a. auch unter dem Gesichtspunkt Ökologie – geplant wurde.

Die Fachplaner Marco Haß vom Büro ISAPlan und Christoph Tauscher vom Büro WGF Landschaft stell­ten die wesent­li­chen Elemente des Projekts vor. In der anschlie­ßen­den – sehr sach­lich geführ­ten – Frage- und Diskussionsrunde ging es vor­ran­gig um fol­gende Themen:

  • Wie breit ist der Weg/​Bahndamm im Moment über­haupt und wie breit wird der Weg/​die baum­freie Zone laut der Planung?
  • Warum müs­sen so viele Bäume ver­schwin­den, wenn der Weg doch nur 2,50 m breit sein soll?
  • Warum muss der Bahndamm schon süd­lich des Bahnhofs begin­nen? Warum müs­sen dafür bestehende Hecken ver­schwin­den (Eckumer Berg)?
  • Warum müs­sen so viele Bäume für den Wegebau ver­schwin­den?
  • Wie soll das Anpflanzen von Jungbäumen die Fällung von alten Bäumen aus­glei­chen?

Alle Fragen wur­den von den anwe­sen­den Fachleuten umfas­send erläu­tert. Insbesondere die im Raum ste­hende Zahl von 2.000 Bäumen, die abge­holzt wer­den sol­len, stand im Fokus. Diese Zahl wurde von den Fachleuten als defi­ni­tiv falsch bezeich­net.

Unstreitig ist, dass ins­be­son­dere für die anzu­le­gen­den Rampen, die den Zugang zum Bahndamm auch für ein­ge­schränkt mobile Menschen erleich­tern soll, Bäume gefällt wer­den müs­sen. Um Platz für die Baumaßnahme zu schaf­fen, fal­len diese „Schneisen” zunächst gefühlt groß­flä­chig aus. Es wurde aber deut­lich gemacht, dass es nach Fertigstellung der Rampen wie­der eine Aufforstung gibt.

Auch auf dem Bahndamm selbst wird es Nachpflanzungen geben. Zudem wurde erläu­tert, dass es nach der „Feinplanung” der zu fäl­len­den Bäume eine nicht uner­heb­li­che Reduzierung der Zahl gege­ben hat., In der Summe wird der Bahndamm, so die ein­hel­lige Aussage der Fachleute, am Ende der Maßnahme eine deut­lich höhere öko­lo­gi­sche Wertigkeit haben, als heute.

Natürlich gab es kri­ti­sche Stimmen von den­je­ni­gen, die sich grund­sätz­lich gegen jeg­li­che Veränderung am Bahndamm aus­spre­chen. Bereits im Vorfeld hat­ten die im Rat ver­tre­te­nen Fraktionen ein­deu­tig geäu­ßert, dass sie an dem Projekt den Bahndamm bar­rie­re­frei zu gestal­ten und öko­lo­gisch auf­zu­wer­ten – gerade im Zeichen des Klimawandels – fest­hal­ten.

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