Neuss: Hauptverhandlungshaft nach Widerstand bei Verkehrskontrolle

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) In einem beschleu­nig­ten Verfahren ord­nete am Mittwoch (19.12.) ein Richter am Amtsgericht Neuss, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf, Hauptverhandlungshaft gegen einen 35-​jährigen Mann an.

Er steht im Verdacht, bei einer Fahrzeugkontrolle durch die Polizei, einen der Beamten tät­lich ange­grif­fen zu haben. Der 35-​Jährige, der nicht in Deutschland gemel­det ist, bestritt den ihm zur Last geleg­ten Widerstand in ers­ten Vernehmungen.

Zugetragen hatte sich der Vorfall am Dienstag (17.12.), gegen 17 Uhr. Die Streifenpolizisten fahn­de­ten nach einer mut­maß­li­chen Verkehrsunfallflucht in Holzheim nach einem Auto mit Ausfuhrkennzeichen. Eine auf die Beschreibung pas­sende Limousine fiel den Beamten kurz dar­auf an der Kreisstraße 8 auf. Bei der anschlie­ßen­den Kontrolle der Autoinsassen reagierte der 35-​jährige Fahrzeugführer dann plötz­lich aggres­siv und schlug gezielt in Richtung eines Beamten. Die Polizisten muss­ten dem Mann Handschellen anle­gen. Er wurde vor­läu­fig festgenommen.

Der Verdacht hin­sicht­lich der Verkehrsunfallflucht ließ sich nicht erhär­ten. Die Gründe für das Verhalten des 35-​Jährigen sind der­zeit noch Gegenstand wei­te­rer Ermittlungen.

Das beschleu­nigte Verfahren, in dem Hauptverhandlungshaft gegen den Verdächtigen ange­ord­net wurde, ist nach dem Gesetz in sol­chen Fällen mög­lich, in denen der Sachverhalt ein­fach gela­gert ist oder eine klare Beweislage besteht. Es dient der, nicht zuletzt prä­ven­tiv wir­ken­den, zügi­gen Strafverfolgung und der Sicherung der kurz­fris­tig anzu­set­zen­den Hauptverhandlung. Dieses Verfahren kann dar­über hin­aus zur Vermeidung oder Verkürzung von Untersuchungshaft beitragen.

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