Neuss: SPD Stadtmitte bei Suche nach neuer Parteiführung betei­ligt

Neuss – Erstmals seit 1993 kön­nen alle Mitglieder der SPD über ihre neue Parteiführung abstim­men. Hierfür fin­den im gan­zen Bundesgebiet über 20 Vorstellungsrunden mit den Kandidatenteams statt.

Der Vorstand der SPD Stadtmitte ist am ver­gan­ge­nen Sonntag fast voll­stän­dig zur Vorstellung der Kandidatenteams in die Duisburger Mercatorhalle gefah­ren. Denn die SPD im Rhein-​Kreis Neuss hatte für ihre Mitglieder eine gemein­same Fahrt orga­ni­siert. Ein vol­ler Bus mit 45 SPD Mitgliedern aus dem Rhein-​Kreis Neuss fuhr nach Duisburg. Die 7 Teams, die immer aus einer Frau und einem Mann bestehen, stell­ten sich in einer Vorstellungsrunde und anschlie­ßen­der Fragestunde den über 1.000 ange­reis­ten SPD-​Mitgliedern vom Niederrhein.

Jeder konnte sich jeder ein gutes Bild von den Kandidatinnen und Kandidaten machen“, erklärt der Ortsvereinsvorsitzende Daniel Handel. Er lobte die leben­dige Debatte und den fai­ren Umgang der Kandidaten. „Insgesamt wur­den über 40 Fragen an die 7 Teams gestellt“, so Handel wei­ter. Für den Parteivorsitz kan­di­die­ren pro­mi­nente Sozialdemokraten wie Bundesfinanzminister Scholz, der Bundestagsabgeordnete und Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, der ehe­ma­lige NRW-​Finanzminister Norbert Walter-​Borjans oder Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius. Im Rheinland weni­ger bekannt sind sicher die säch­si­sche Integrationsministerin Petra Köpping oder die bei­den weib­li­chen baden-​württembergischen Bundestagsabgeordneten Saskia Esken und Nina Scheer.

SPD Mitgliedern aus Neuss. Foto: SPD

Mit Sascha Karbowiak und Daniel Rinkert nah­men auch die Vorsitzenden der SPD Neuss und der SPD im Rhein-​Kreis Neuss an der Fahrt teil. „Die Veranstaltung hat gezeigt, dass die inhalt­li­che Neuaufstellung auf Bundesebene gelin­gen kann“, so Rinkert und Karbowiak. Wichtig ist den bei­den Vorsitzenden, dass das sieg­rei­che Kandidatenteam am Ende von allen Mitbewerbern unter­stützt wird. „Das Format war eine tolle Gelegenheit, um die bei­den künf­ti­gen Parteivorsitzenden per­sön­lich ken­nen zu ler­nen – und jetzt ent­schei­den unsere Mitglieder“, so Vorstandsmitglied Juliana Conti.

Die SPD Stadtmitte wird ihre Mitglieder über die gewon­ne­nen Erkenntnisse infor­mie­ren und hofft auf eine mög­lichst hohe Wahlbeteiligung. Denn zum ers­ten Mal in ihrer über 150-​jährigen Geschichte kön­nen alle SPD-​Mitglieder auf einem ein­fa­chen Weg „digi­tal“ über ihre neuen Vorsitzenden abstim­men.

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