Rommerskirchen: Rettungswache in Butzheim – Wenn Zeit Leben ret­tet

Rommerskirchen – Bisher ca. 1300 Einsätze, an die 30.000 Kilometer Fahrleistung und das in einem Jahr. So sehen die nack­ten Daten der Rettungswache in Butzheim/​Nettesheim, an der B477, aus. Es war ein lan­ger Weg bis zur not­wen­di­gen Realisierung die­ser Einrichtung.

Leben ret­ten und Verletzten hel­fen, bis vor einem Jahr war dies im Süden des Rhein-​Kreis Neuss ein schwie­ri­ges Unterfangen. Die Wege der vor­han­de­nen Einsatzfahrzeuge waren teil­weise sehr lang und die Anfahrt dau­erte bis zu 20 Minuten. Eindeutig ein schwie­ri­ger Umstand, den es zu behe­ben galt.

Der Rhein-​Kreis Neuss, die Gemeinde Rommerskirchen und als Betreiber das Deutschen Roten Kreuz (DRK) konn­ten im Juli 2018 gemein­sam einen wich­ti­gen Schritt unter­neh­men: Die „Rettungswache B477 Roki” ein­wei­hen. An gest­ri­gen Donnerstag, den 11. Juli 2019, konnte der erste Jahrestag gebüh­rend gefei­ert wer­den. Mit dabei waren direkte Nachbarn: Die Freiwillige Feuerwehr.

Wachstellenleiter Marcel Offermann: „Die Nächte wer­den unru­hi­ger, durch­schla­fen ist ein sel­te­ner Umstand”. Insgesamt zwölf Helfer, jeweils zu zweit, arbei­ten im Zwei-​Schicht-​System. Reaktionszeiten und Einsatzwege konn­ten der Wichtigkeit ent­spre­chend ange­passt wer­den. Das Einsatzgebiet umfasst die Bereiche Rommerskirchen, Dormagen und Grevenbroich.

Wir fah­ren täg­lich durch­schnitt­lich 3,5 Einsätze und ein Schwerpunkt sind die ört­li­chen Seniorenheimen der Gemeinde.”, äußerte sich Offermann. Aber auch tra­gisch ver­lau­fene Fahrten, wie zwei Tote nach einem Verkehrsunfall im September 2018, gehö­ren zum Alltag der Retter.

Medial ist diese Wache schon häu­fi­ger in Erscheinung getre­ten. Über ein selbst gedreh­tes Video, was zu mehr Respekt gegen­über Rettungskräften auf­for­dert, mit bun­des­wei­ter Aufmerksamkeit, bis zu „Kärcher-​Gate“ in einem sozia­len Medium ist eini­ges ver­tre­ten.

Bürgermeister sowie DRK äußer­ten sich ein­hel­lig posi­tiv und erfreut über eine gute Zusammenarbeit. Abschließend gab es noch einige Präsente und eine Spende aus Dankbarkeit und zur Unterstützung der Helfer.

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