Korschenbroich: Rathaus opti­miert Aufgaben und Abläufe

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Robert Schilken, Herausgeber



Korschenbroich – Im ver­gan­ge­nen Jahr haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie das externe Beratungsunternehmen „Das Stellwerk“ die Arbeitsstrukturen der Stadtverwaltung Korschenbroich durchleuchtet.

Nun lie­gen die Ergebnisse vor. Fazit: Die Verwaltung ist bereits gut auf­ge­stellt und arbei­tet effi­zi­ent. Dennoch sind Optimierungen mög­lich. Diese wer­den jetzt ange­packt. Den Anstoß zur gro­ßen „Orga-​Untersuchung“ lie­ferte die Raumsituation: Sie hat bereits seit 2017 ihre Kapazitätsgrenzen erreicht.

Statt nun ein­fach nach neuen Räumen Ausschau zu hal­ten, wurde jeder Arbeitsplatz kri­tisch hin­ter­fragt. Ist die Position im rich­ti­gen Amt ange­sie­delt? Ergeben sich an ande­rer Stelle viel­leicht viel bes­sere Schnittmengen? Muss his­to­risch Gewachsenes blei­ben oder ist eine neue Aufteilung sinn­voll? Wie kön­nen wir ein gemein­sa­mes Leitbild ent­wi­ckeln und leben, Regeln und Führungsstrukturen auf­stel­len, wie kön­nen wir als Arbeitgeber attrak­ti­ver wer­den, die Digitalisierung in der Verwaltung ver­an­kern und die Bürgerorientierung noch mehr in den Fokus stel­len? Und das alles ohne Kosten zu produzieren?

Diese und andere Fragen führ­ten zu einem neuen Geschäftsverteilungsplan, der am 24. Januar vom Hauptausschuss vor­be­ra­ten wurde. In der Sitzung des Rates am 14. Februar wurde die neue Struktur ein­stim­mig bei 3 Enthaltungen beschlossen.

Die Umsetzung wird nun vor­be­rei­tet und in 3 zeit­li­chen Abschnitten umge­setzt. „Es bleibt gene­rell bei der Aufteilung in drei Fachbereiche“, erläu­tert Bürgermeister Marc Venten. Er selbst lei­tet den Bereich „Zentrale Dienste“, den Fachbereich „Bürgerservice und Finanzen“ führt Beigeordneter und Kämmerer Thomas Dückers, um „Planung und Infrastruktur“ küm­mert sich Beigeordneter Georg Onkelbach.

Innerhalb die­ser drei Säulen wird es Innovationen und Verschiebungen geben. Die Verwaltung steht vor neuen Aufgaben bei­spiels­weise in Rechtsfragen und beim Thema Datenschutz und sie­delt diese im „Referat des Bürgermeisters“ in Fachbereich 1 an. Ein neues „Amt 50“ wird sich gebün­delt um die Themen „Soziales und Demographie“ küm­mern. Bereits zum 01.03.19 wird das Amt für „Bildung, Kultur und Sport“ dem Fachbereich 2 zugeordnet.

Ab Januar 2020 wird der Städtische Eigenbetrieb Stadtpflege – wie von der Politik gewünscht – wie­der in die Kernverwaltung ein­ge­glie­dert. Der Städtische Abwasserbetrieb bleibt bestehen und bekommt den Bereich Entsorgung neu dazu. Bis ins kleinste Detail wur­den Aufgabenverteilungen hinterfragt.

So wird bei­spiels­weise die „Überwachung des ruhen­den Verkehrs“ dem Ordnungsamt zuge­teilt, wo sie auch sinn­vol­ler­weise hin­ge­hört. Die Raumsituation, die den Stein ins Rollen gebracht hat, sei dabei nicht aus dem Blickfeld gera­ten, so Venten. Ein wenig Luft gibt es an der Regentenstraße: Bislang vom Rhein-​Kreis Neuss genutzte Räume im Alten Rathaus kön­nen in Büros für die städ­ti­schen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umge­baut werden.

Im Zuge der Überarbeitung der Organistionsstrukturen wird auch über­legt, wel­che Teams an wel­cher Adresse sinn­vol­ler zusam­men­ge­führt wer­den kön­nen und wer kon­kret mit sei­nem Arbeitsplatz an einen neuen Ort zieht. „Dabei wird selbst­ver­ständ­lich beach­tet, dass bei­spiels­weise Ämter mit gro­ßem Publikumsverkehr bar­rie­re­frei erreich­bar sind. Bei allen Überlegungen stand für uns der Service für die Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt und wird dank die­ses Prozesses auch noch ein Stück bes­ser wer­den“, so Venten.

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