Korschenbroich: Rathaus opti­miert Aufgaben und Abläufe

Korschenbroich – Im vergangenen Jahr haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie das externe Beratungsunternehmen „Das Stellwerk“ die Arbeitsstrukturen der Stadtverwaltung Korschenbroich durchleuchtet.

Nun liegen die Ergebnisse vor. Fazit: Die Verwaltung ist bereits gut aufgestellt und arbeitet effizient. Dennoch sind Optimierungen möglich. Diese werden jetzt angepackt. Den Anstoß zur großen „Orga-Untersuchung“ lieferte die Raumsituation: Sie hat bereits seit 2017 ihre Kapazitätsgrenzen erreicht.

Statt nun einfach nach neuen Räumen Ausschau zu halten, wurde jeder Arbeitsplatz kritisch hinterfragt. Ist die Position im richtigen Amt angesiedelt? Ergeben sich an anderer Stelle vielleicht viel bessere Schnittmengen? Muss historisch Gewachsenes bleiben oder ist eine neue Aufteilung sinnvoll? Wie können wir ein gemeinsames Leitbild entwickeln und leben, Regeln und Führungsstrukturen aufstellen, wie können wir als Arbeitgeber attraktiver werden, die Digitalisierung in der Verwaltung verankern und die Bürgerorientierung noch mehr in den Fokus stellen? Und das alles ohne Kosten zu produzieren?

Diese und andere Fragen führten zu einem neuen Geschäftsverteilungsplan, der am 24. Januar vom Hauptausschuss vorberaten wurde. In der Sitzung des Rates am 14. Februar wurde die neue Struktur einstimmig bei 3 Enthaltungen beschlossen.

Die Umsetzung wird nun vorbereitet und in 3 zeitlichen Abschnitten umgesetzt. „Es bleibt generell bei der Aufteilung in drei Fachbereiche“, erläutert Bürgermeister Marc Venten. Er selbst leitet den Bereich „Zentrale Dienste“, den Fachbereich „Bürgerservice und Finanzen“ führt Beigeordneter und Kämmerer Thomas Dückers, um „Planung und Infrastruktur“ kümmert sich Beigeordneter Georg Onkelbach.

Innerhalb dieser drei Säulen wird es Innovationen und Verschiebungen geben. Die Verwaltung steht vor neuen Aufgaben beispielsweise in Rechtsfragen und beim Thema Datenschutz und siedelt diese im „Referat des Bürgermeisters“ in Fachbereich 1 an. Ein neues „Amt 50“ wird sich gebündelt um die Themen „Soziales und Demographie“ kümmern. Bereits zum 01.03.19 wird das Amt für „Bildung, Kultur und Sport“ dem Fachbereich 2 zugeordnet.

Ab Januar 2020 wird der Städtische Eigenbetrieb Stadtpflege - wie von der Politik gewünscht - wieder in die Kernverwaltung eingegliedert. Der Städtische Abwasserbetrieb bleibt bestehen und bekommt den Bereich Entsorgung neu dazu. Bis ins kleinste Detail wurden Aufgabenverteilungen hinterfragt.

So wird beispielsweise die „Überwachung des ruhenden Verkehrs“ dem Ordnungsamt zugeteilt, wo sie auch sinnvollerweise hingehört. Die Raumsituation, die den Stein ins Rollen gebracht hat, sei dabei nicht aus dem Blickfeld geraten, so Venten. Ein wenig Luft gibt es an der Regentenstraße: Bislang vom Rhein-Kreis Neuss genutzte Räume im Alten Rathaus können in Büros für die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umgebaut werden.

Im Zuge der Überarbeitung der Organistionsstrukturen wird auch überlegt, welche Teams an welcher Adresse sinnvoller zusammengeführt werden können und wer konkret mit seinem Arbeitsplatz an einen neuen Ort zieht. „Dabei wird selbstverständlich beachtet, dass beispielsweise Ämter mit großem Publikumsverkehr barrierefrei erreichbar sind. Bei allen Überlegungen stand für uns der Service für die Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt und wird dank dieses Prozesses auch noch ein Stück besser werden“, so Venten.

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