Neuss: Berufsparcours in der Gesamtschule a. d. Erft

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Beim Berufsparcours 2018 haben rund 400 Schülerinnen und Schüler ver­schie­de­ner Schulen Ausbildungsberufe in „Mini-​Praktika“ getestet. 

In der Gesamtschule an der Erft hat­ten dafür 15 Unternehmen 19 ver­schie­dene Stationen auf­ge­baut. Zur Auswahl stan­den 24 ver­schie­dene Ausbildungsberufe, die die Schülerinnen und Schüler jeweils in zehn Minuten aus­pro­bie­ren konn­ten. Die Neusser Firma Pierburg zeigte etwa ange­hen­den Elektronikerinnen und Elektronikern, wie man eine Stromleitung zusam­men­baut. Wer sich dage­gen eher für Industriemechanik inter­es­siert, konnte seine moto­ri­schen Fähigkeiten unter Beweis stel­len und anhand einer Zeichnung ein Bauteil fertigen.

An der Station des St. Hubertusstift konn­ten die Acht-​/​Neunt- und Zehntklässler bei­spiels­weise tes­ten, ob sie andere Menschen füt­tern und umher­füh­ren kön­nen, ihnen also die Altenpflege lie­gen könnte. Beim Stand des Finanzamts NRW konnte man ein Quiz auf dem Notebook lösen und damit tes­ten, ob man Spaß an Zahlen und Formularen mitbringt.

90 Prozent der Schülerinnen und Schüler in der ach­ten Klasse ken­nen die Ausbildungsberufe über­haupt gar nicht“, erklärt Britta Klemm, die beim Schulverwaltungsamt zustän­dig ist für den Übergang von Schule zum Beruf. Die meis­ten hät­ten zwar bereits ein Praktikum absol­viert – das rei­che aber bei wei­tem nicht für eine beruf­li­che Orientierung aus. Solche zehn­mi­nü­ti­gen „Mini-​Praktika“ in geschütz­ten Rahmen seien daher viel wert­vol­ler als eine Ausbildungsmesse, die ja vor allem theo­re­tisch infor­miere. Das bestä­tigt auch der stell­ver­tre­tende Schulleiter Sebastian Lehmkühler, der den Berufsparcours schon zum fünf­ten Mal in der Mensa der Gesamtschule an der Erft veranstaltet.

Mitgemacht haben dies­mal in jeweils 90-​Minuten-​Blöcken Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule an der Erft, der Comenius-​Gesamtschule, der Maximilian-​Kolbe-​Schule und der Janus Korczak Gesamtschule.

Die Schülerinnen und Schüler bewer­ten die ein­zel­nen Ausbildungsberufe danach mit Noten von ein bis sechs. Sie kön­nen sich im Anschluss für ein Schnupperpraktikum im Betrieb bewer­ben und die Firmen las­sen ihre Visitenkarten da. Organisiert wird der Berufsparcours vom Schulverwaltungsamt der Stadt Neuss in Zusammenarbeit mit Metall NRW und dem Technikzentrum Minden-Lübbecke.

Foto: Stadt
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