Korschenbroich: Nahrungs‐ und Lebensraum für Flora und Fauna – Blumeninsel im Vorgarten

Korschenbroich – Die Stadt wird bunter und insektenfreundlicher. Mit gutem Beispiel geht die Verwaltung voran und schafft Nahrungs- und Lebensraum für Flora und Fauna. Doch auch jeder Einzelne kann zur blühenden Vielfalt beitragen:

Dazu werden jetzt Samentütchen mit Blumenmischungen ausgegeben, die zur Anlage einer attraktiven Blumeninsel im Vorgarten animieren sollen. Neubürger finden solch ein Samentütchen künftig in ihrer Willkommenstasche. Die Mischung für einen Quadratmeter Blumenwiese wird darüber hinaus jeder Baugenehmigung beigelegt und bei Veranstaltungen verteilt.

„Alle Welt beklagt das Insektensterben. Jeder kann bei sich selbst anfangen und etwas dagegen tun“, findet Dr. Theo Verjans, bei der Stadtverwaltung zuständig für Naturschutz und Landschaftspflege. Öffentliche Flächen wie beispielsweise die Hochzeitswiese zeigen, wie dankbar die Insekten das Nahrungsangebot annehmen. Blühende Vielfalt erfreut dort Spaziergänger sowie Bienen, Hummeln und viele andere nützliche Insekten. Für sie werden sogenannte „Insektenhotels“ als Fortpflanzungsmöglichkeit eingerichtet.

Dr. Verjans hofft, dass die Aktion gut ankommt und gerade mit Blick auf die Neubaugebiete wieder mehr naturnah gestaltete Vorgärten angelegt werden. Mit Sorge beobachtet er den allgemeinen Trend zum vermeintlich pflegeleichten Versiegeln und Schottern dieser Flächen. Das Saatgut reicht für einen Quadratmeter und enthält etwa 40 reine Blumensorten, darunter so beliebte Arten wie Kornblumen, Nelken, Vergissmeinnicht oder die Ackerringelblume.

Es kann von August bis September oder zwischen März und Mai aufgebracht werden und führt zu schnellen Blüherlebnissen. Das Beet ist dann tatsächlich pflegeleicht und die Blumen säen sich immer wieder selbst neu aus, wenn man sie bis zur Samenreife stehen lässt.

Foto: Stadt
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