Rhein-​Kreis Neuss infor­miert in Leichter Sprache über seine Kultureinrichtungen

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Um den Zugang zu Informationen im kul­tu­rel­len Bereich zu ver­bes­sern, hat der Rhein-​Kreis Neuss in Kooperation mit der Lebenshilfe ein Heft über seine Kultureinrichtungen in der soge­nann­ten Leichten Sprache aufgelegt.

In der Broschüre wird erläu­tert, was Kultur ist und wo man sie an Rhein und Erft erle­ben kann. „Alle Menschen haben ein Recht dar­auf, dass ihnen alle Informationen so ver­ständ­lich wie mög­lich ver­mit­telt werden.

Die Realität sieht aber oft anders aus: Gerade in der behörd­li­chen Fachsprache gibt es viele juris­ti­sche Ausdrücke, lange und kom­pli­zierte Sätze. Es liegt in unse­rer Hand, dies zu ändern“, so Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke. Die Leichte Sprache helfe schließ­lich Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geis­ti­ger Behinderung sowie Menschen mit gerin­gen Deutsch-​Kenntnissen, selb­stän­dig am gesell­schaft­li­chen Leben teilzuhaben.

Der Lebenshilfe Rhein-​Kreis Neuss e. V. hat in Nievenheim ein Büro für Leichte Sprache gegrün­det. Dort wer­den unter Leitung von Michaela Holzberg Texte in eine leicht ver­ständ­li­che Sprache über­setzt. Diese Übersetzungsleistung soll Menschen wich­tige Informationen bar­rie­re­frei zur Verfügung stel­len. Das passt zum Entwicklungskonzept „Inklusion von Menschen mit Behinderung im Rhein-​Kreis Neuss“, das der Kreistag 2014 beschlos­sen hat.

Darin wird als Ziel ins­be­son­dere das „Überall dabei sein kön­nen!“ mit der Verbesserung der Teilhabe am kul­tu­rel­len Angebot und an den Freizeitaktivitäten formuliert.

Bei der Lebenshilfe arbei­ten mit ver­schie­de­nen Stundenanteilen vier Übersetzer und 16 Prüfer für Leichte Sprache. Das Büro über­setzt Texte anhand von rund 40-​Leichte-​Sprache-​Regeln. Diese Regeln erfor­dern unter ande­rem große Schrift und kurze Sätze. Fremdwörter sind zu mei­den oder zu erklä­ren. Außerdem wer­den lange, zusam­men­ge­setzte Wörter durch einen Bindestrich getrennt.

Ein wich­ti­ges Element ist der Einsatz von erklä­ren­den Bildern im Text. Auch der Satzbau unter­liegt kla­ren Regeln. Die wich­tigste Regel für Leichte Sprache ist jedoch die Verständlichkeitsprüfung durch die Zielgruppe. Die geschul­ten Prüfer sind Menschen mit Lernschwierigkeiten, die das Projekt mit viel Engagement inklu­siv begleiten.

Informationsheft in Leichter Sprache über die Kultureinrichtungen des Kreises erschie­nen: Landrat Hans-​Jürgen Petrauschke mit Vertretern der Kulturverwaltung und der Lebenshilfe. Foto: A. Tinter/​Rhein-​Kreis Neuss

Das neue Informationsheft über die Kultureinrichtungen des Rhein-​Kreises Neuss gibt es beim Amt für Schulen und Kultur. Ansprechpartnerin ist Marion Kaiser. Ihre Telefonnummer lau­tet 0 21 31/​928 40 38, ihre E‑Mail-​Adresse kultur@rhein-kreis-neuss.de.

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