Kaarst: Kaarst: IKEA eröff­net sein welt­weit nach­hal­tigs­tes Einrichtungshaus – Verkehrsführung muss sich bewei­sen

Kaarst – IKEA eröff­net mor­gen, Donnerstag den 12.10.2017, mit dem „More Sustainable Store” sein welt­weit nach­hal­tigs­tes Einrichtungshaus.

Hans‐​Jürgen Petrauschke (Landrat Rhein‐​Kreis‐​Neuss), Dr. Ulrike Nienhaus (Bürgermeisterin Stadt Kaarst), Jesper Brodin (CEO IKEA Group), Kai Fuhlrott (Geschäftsführer IKEA Deutschland), Johannes Ferber (Expansionschef IKEA Deutschland) und Stephan Laufenberg (Einrichtungshauschef IKEA Kaarst) über­ge­ben das Haus mit einer Baumpflanzaktion und dem Durchschneiden des Bandes um 10 Uhr offi­zi­ell an die Besucher.

Wir freuen uns sehr, dass wir die­ses ganz beson­dere Einrichtungshaus in Kaarst eröff­nen dür­fen. Unser Ziel war es, bei die­sem inter­na­tio­na­len Pilotprojekt die drei Säulen Ökologie, Ökonomie und Soziales best­mög­lich in Einklang zu brin­gen. Daraus ent­stan­den ist ein ein­zig­ar­ti­ges Einrichtungshaus, das für uns einen wich­ti­gen Schritt in eine nach­hal­ti­gere Zukunft bedeu­tet”, so Johannes Ferber.

Der Elch auf dem Spielplatz.

Das bis­he­rige Haus in Kaarst war mit rund 9.000 Quadratmetern Verkaufsfläche das kleinste IKEA Einrichtungshaus in Deutschland. „Unser ‚More Sustainable Store” wird nun mit mehr als 25.000 Quadratmetern deut­lich grö­ßer, so dass wir künf­tig das kom­plette IKEA Sortiment prä­sen­tie­ren kön­nen.

In der Produktausstellung legen wir dabei einen beson­de­ren Schwerpunkt auf unsere nach­hal­ti­gen Produkte, denn wir möch­ten auch unsere Kunden zu einem nach­hal­ti­ge­ren Leben zu Hause inspi­rie­ren”, sagt Einrich­tungshauschef Stephan Laufenberg.

Besondere Architektur mit Wohlfühlcharakter

Zum ganz­heit­li­chen Ansatz des Einrichtungshauses zählt ein außer­ge­wöhn­li­ches Architekturkonzept: die ein­zel­nen Gebäudeteile sind durch begrünte Terrassen mit­ein­an­der ver­bun­den, große Fensterflächen las­sen viel Tageslicht ins Haus und auch die Holzfassade sowie die inno­va­tive Gestaltung der Außenbereiche mit zahl­rei­chen Sport‐ und Freizeitmöglichkeiten sor­gen für ein beson­de­res Wohlfühlklima.

In Kooperation mit dem NABU wurde außer­dem ein beson­de­res Outdoor‐​Konzept mit vie­len Grünflächen ent­wi­ckelt. So wird es auf dem Gelände unter ande­rem meh­rere NABU‐​Gärten zum Schutz der Artenvielfalt geben. Diese bie­ten Platz für Igel, Fledermäuse, Eidechsen und eine bunte Pflanzenvielfalt.

Hohe Energieeffizienz und res­sour­cen­scho­nende Konzepte

Beim Energiekonzept für das neue Einrichtungshaus setzt IKEA auf eine Kombination aus vie­len effi­zi­en­ten und res­sour­cen­scho­nen­den Technologien – vom Blockheizkraftwerk über eine Solarthermie‐ und Fotovoltaikanlage, eine beson­ders gute Dämmung bis hin zur tages­licht­ab­hän­gig gesteu­er­ten LED‐​Beleuchtung sowie der Wiederverwendung von Regen‐ und Abwasser.

IKEA hat in das neue Einrichtungshaus in Kaarst ins­ge­samt über 100 Millionen Euro inves­tiert. Zusätzlich zu den 280 erfah­re­nen IKEA Kolleginnen und Kollegen aus dem ehe­ma­li­gen IKEA Standort in Kaarst wer­den rund 80 neue Mitarbeiter ein­ge­stellt.

Outdoor‐​Konzept

In Kooperation mit dem NABU wurde für das Einrichtungshaus ein Outdoor‐​Konzept mit vie­len Grünflächen ent­wi­ckelt. So wird es auf dem Gelände unter ande­rem meh­rere NABU‐​Gärten zum Schutz der Artenvielfalt geben. Darüber hin­aus wurde hin­ter dem Einrichtungshaus eine große Streuobstwiese ange­legt.

Wir begrü­ßen das nach­hal­tige Engagement von IKEA. Das neue Möbelhaus in Kaarst zeigt, dass Vielfalt vor der eige­nen Haustür anfängt. Ein Highlight ist der natur­nahe Garten im Außenbereich, der auf hei­mi­sche Stauden und Gehölze setzt. Findlinge, Steinhaufen und Totholz erwar­ten den Besucher und zei­gen, dass ein Garten keine Kieswüste sein soll. Ein leben­di­ger Naturgarten bie­tet Igel, Eidechse, Fledermaus und vie­len ande­ren Tieren Unterschlupf. Die Besucher erhal­ten wert­volle Tipps zum Selbermachen, wie jeder Garten zu einem klei­nen Naturparadies wer­den kann”, so Leif Miller, NABU Bundesgeschäftsführer.

Um den Treffpunktcharakter des „More Sustainable Store” zu unter­strei­chen, laden zahl­rei­che Spiel‐ und Sportmöglichkeiten wie etwa ein gro­ßer Spielplatz, ein Street‐ Basketballfeld sowie ein Grillplatz die Menschen aus Kaarst und Umgebung ein. Die Freizeitangebote kön­nen unab­hän­gig von den Öffnungszeiten des Einrichtungshauses genutzt wer­den.

Dachcafé

Die Besucher des Einrichtungshauses gelan­gen wahl­weise direkt vom Bereich der Produktausstellung oder über ein begeh­ba­res Dach zum Dachcafé.

Fotovoltaik

Auf einer Fläche von rund 3.000 Quadratmetern ist das Dach des Einrichtungshauses mit einer Fotovoltaik‐​Anlage belegt. Die Solarzellen erzeu­gen rund 273.000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Damit wird die CO2‐​Belastung jähr­lich um 191 Tonnen redu­ziert. Das ent­spricht in etwa der Umweltbelastung eines Mittelklassewagens, der 40 Mal um die ganze Welt fährt.

Blockheizkraftwerk

Ein Blockheizkraftwerk sorgt für die Beheizung und Kühlung des Einrichtungshauses. Es erzeugt beim Betrieb Wärme und gleich­zei­tig mit Hilfe eines gro­ßen Generators – wie der Dynamo beim Fahrrad – Strom. Der Effekt auf die Umwelt: eine CO2‐​Ersparnis jähr­lich von bis zu 503 Tonnen.

Erreichbarkeit mit dem ÖPNV

Der S‐​Bahn Haltepunkt „IKEA” konnte nicht ver­la­gert wer­den. Das Einrichtungshaus reagiert mit einem kos­ten­lo­sen Shuttle‐​Bus auf die­sen Umstand. Von der Haltestelle bis zum Möbelhaus wird Mo – Fr im 20 Minuten Takt und Sa im 30 Minuten Takt, wäh­rend der Öffnungszeiten, die „Linie‐​IKEA” Kunden trans­por­tie­ren.

Verkehrsführung

Rund 13 Millionen Euro wur­den in den Bau der neuen Verkehrswege inves­tiert, der Verkehr rollt bereits über die neue „Ohrenbrücke”. Das Brückenbauwerk opti­miert den Verkehrsfluss, da die Zahl der Linksabbieger redu­ziert wird und der Verkehr durch ent­spre­chend getak­tete Ampeln weni­ger. Grafiken(2): Stadt Kaarst

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