Klartext​.NRW: Lehrermangel im Grundschulbereich ver­hee­rend – Schuljahresbeginn in NRW

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Klartext​.NRW – „Das Schuljahr in NRW star­tet mit stot­tern­den Motoren. Von den 5407 zu beset­zen­den Stellen konnte nur etwa jede zweite Stelle besetzt wer­den und das nicht immer mit ori­gi­när aus­ge­bil­de­ten Lehrkräften. 

Gerade mit Blick auf die Grundschulen sehe ich die wach­sende Zahl von Seiteneinsteigern mit Sorge. Der Unterricht an Grundschulen erfor­dert eine beson­dere päd­ago­gi­sche Qualifikation, damit der Einstieg in das Schulsystem opti­mal gelingt”, erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) in Nordrhein-Westfalen.

Nach Recherchen des VBE sind von den bis­her 1500 ein­ge­stell­ten Lehrkräften an den Grundschulen bereits zehn Prozent Seiteneinsteiger. Von den ins­ge­samt noch 2139 offe­nen Stellen ent­fal­len etwa 700 auf die Grundschulen. „Es ist davon aus­zu­ge­hen, dass die 700 offe­nen Stellen mit vie­len Seiteneinsteigern besetzt wer­den, sodass wir uns an der Grundschule bei den neuen Lehrkräften einer Quote von 30 Prozent Seiteneinsteigern nähern und damit säch­si­sche Verhältnisse errei­chen”, erklärt Beckmann.

Die Politik sei in der Verantwortung das Recht von Schülerinnen und Schülern auf opti­male Förderung, den Anspruch auf qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Unterricht und die Profession des Lehrerberufs sicherzustellen. 

Udo Beckmann: „Mit Blick auf die noch zu beset­zen­den Stellen in Verbindung mit den vie­len Herausforderungen, wie die Integration, der Inklusion und dem Lernen in der digi­ta­len Welt ist ein wach­sen­der Unterrichtsausfall vor­pro­gram­miert. Der Druck auf die Lehrerinnen und Lehrer im System steigt wei­ter an, da sie die man­gelnde Lehrerversorgung aus­glei­chen müssen.

Schulministerin Yvonne Gebauer ist drin­gend gefor­dert, auch mit Blick auf die Lehrergesundheit, für die Behebung des Lehrermangels nach­hal­tige Lösungen zu fin­den. Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung und die Ausweitung der Studienkapazitäten müs­sen kurz­fris­tig in Angriff genom­men wer­den, wenn das, was wir zu die­sem Schuljahresbeginn erle­ben, nicht zum Dauerzustand wer­den soll.”

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