Neuss: Aufmerksame Senioren fal­len nicht auf Enkeltrickbetrüger herein

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) – „Hallo, erkennst Du mich nicht? Ich bin es, Dein Enkel!” Mit ähn­li­chen Worten mel­de­ten sich am Mittwochmittag (28.03.) unbe­kannte Anrufer bei zwei Seniorinnen in Neuss. 

Die Unbekannten sug­ge­rier­ten, ein Verwandter zu sein und sich in einer finan­zi­el­len Notlage zu befin­den. Einmal wurde Geld für den Kauf eines Autos benö­tigt, ein ande­res Mal gab „Uwe” an, in einen Unfall ver­wi­ckelt gewe­sen zu sein. Zur Abwicklung benö­tige er „mal eben 30.000 Euro”.

Offensichtlich hat es sich inzwi­schen her­um­ge­spro­chen, dass hin­ter Geldforderungen am Telefon oft betrü­ge­ri­sche Absichten stecken.

Die miss­traui­schen Opfer gin­gen bei den aktu­el­len Fällen nicht auf die Forderungen der Unbekannten ein, son­dern setz­ten sich mit ihren „ech­ten” Familienangehörigen in Verbindung. So stellte sich her­aus, dass es sich bei den Anrufern offen­sicht­lich um soge­nannte „Enkeltrickbetrüger” han­delte. Daraufhin infor­mier­ten die Senioren rich­ti­ger­weise die Polizei.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen auf­ge­nom­men. Bislang lie­gen keine Hinweise zur Identität der Betrüger vor. Zu Geldübergaben ist es in den bekannt gewor­de­nen Fällen nicht gekom­men. Da sich erfah­rungs­ge­mäß die Tätergruppen für einige Tage in einer Stadt auf­hal­ten, kann nicht aus­ge­schlos­sen wer­den, dass es wei­tere Versuche die­ser Art geben wird.

Die Kreispolizeibehörde nimmt zur Kenntnis, dass die regel­mä­ßige Berichterstattung in den Medien dazu bei­trägt, dass in den letz­ten Wochen fast alle Enkeltrickversuche glück­li­cher­weise im Versuchsstadium ste­cken geblie­ben sind. Die Seniorinnen und Senioren sind sehr auf­merk­sam gewor­den und beher­zi­gen die Ratschläge der Polizei, die durch die Medien wei­ter trans­por­tiert werden.

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