Achtung Wild! – Reh, Fuchs und Hase unter­wegs auf den Straßen im Rhein-Kreis

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss (ots) – Im ver­gan­ge­nen Jahr regis­trierte die Polizei mehr als 100 soge­nannte „Wildunfälle” im Rhein-​Kreis Neuss. 

Insbesondere in den Abend‑, Nacht- und frü­hen Morgenstunden kam es vor­wie­gend in länd­li­chen Bereichen bezie­hungs­weise in bewal­de­ten Gebieten häu­fig zu Zusammenstößen zwi­schen Wildtieren und Kraftfahrzeugen. Rehe, Wildschweine, Dachse und Hasen über­leb­ten diese unfrei­wil­li­gen Begegnungen meist nicht. An betrof­fe­nen Autos ent­stand nicht sel­ten ein erheb­li­cher Sachschaden.

Allein in der ver­gan­ge­nen Woche (22.2. – 28.2.) mel­de­ten Verkehrsteilnehmer der Polizei sie­ben Wildunfälle im Rhein-​Kreis Neuss. An der Dr.-Paul-Edelmann-Straße in Grevenbroich (Noithausen) stieß ein Autofahrer am Dienstag, gegen 6:30 Uhr, mit gleich zwei Rehen zusam­men. Aufgrund der Verletzungen musste der hin­zu­ge­ru­fene Jagdaufsichtsberechtigte ein Tier erlegen.

An der Kierster Straße in Meerbusch (Lank-​Latum) muss­ten Polizisten am Montag, gegen ein Uhr, ein schwer ver­letz­tes Reh nach einem Verkehrsunfall erlö­sen. In Kaarst (Büttgen) an der Grefrather Straße flüch­tete sich ein Reh in den Wald, nach­dem es am Donnerstag, gegen 8 Uhr, mit einem Auto kol­li­diert war.

Am Mittwoch, gegen 7:20 Uhr, wurde auf einer Landstraße in Rommerskirchen, zwi­schen Gohr und Widdeshoven, eben­falls ein Reh Opfer eines Wildunfalls. Drei wei­tere Einsätze aus glei­chem Grund nah­men Polizisten in Kaarst und Grevenbroich wahr.

Wildunfälle wer­den im mög­li­chen Ausmaß oft unter­schätzt. Ein 20 Kilogramm schwe­res Reh hat bei einer Kollision mit Tempo 100 ein Aufschlaggewicht von fast einer hal­ben Tonne. Kraftfahrer soll­ten sich die­ser Gefahr bewusst sein.

Vor allem an Strecken mit dem Schild „Achtung, Wildwechsel”, soll­ten die Geschwindigkeit und die Bremsbereitschaft ange­passt wer­den. Lässt sich ein Zusammenprall mit dem Wild trotz­dem nicht mehr ver­mei­den, raten Experten dazu, das Lenkrad gut fest­zu­hal­ten und nicht unkon­trol­liert aus­zu­wei­chen. Denn hier­bei besteht die Gefahr, dass man die Kontrolle über das Fahrzeug ver­liert und mög­li­cher­weise sich und ent­ge­gen­kom­mende Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Nach einem Zusammenprall sollte sich der Fahrzeugführer so ver­hal­ten, wie er es auch bei einem „nor­ma­len” Unfall gelernt hat: Sofort die Warnblinkanlage ein­schal­ten, die Unfallstelle absi­chern und die Polizei verständigen.

Was viele Autofahrer nicht wis­sen: Läuft ein ver­letz­tes Tier wie­der in den Wald und der Unfall wird nicht gemel­det, kann dies neben einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz auch den Straftatbestand der Verkehrsunfallflucht erfül­len. Wer ein über­fah­re­nes Wildtier mit­nimmt, macht sich der Wilderei schuldig.

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