Kaarst: Mendelssohn-​Bartholdys Oratorium ELIAS in der Pfarrkirche St. Martinus

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Am Sonntag, den 13. November 2016 um 17:00 Uhr wer­den der Chor der Stadt Kaarst und der Madrigalchor Kaarst unter der Leitung von Hans Michael Dücker Mendelssohn-Bartholdy‘s Oratorium Elias op. 70 aufführen. 

Mit sei­nem Elias hat Felix Mendelssohn-​Bartholdy (1809–1847) ein Oratorium geschaf­fen, das die tra­di­tio­nelle Konzeption die­ser Musikgattung hin­ter sich lässt. Die gewohnte Abfolge aus Rezitativen, Solo-​Partien und Chorsätzen wird auf­ge­bro­chen zuguns­ten einer sze­ni­schen Gestaltung. Das nach Jahren der Dürre und des Hungers ver­zwei­felte Volk, das ver­ge­bens um Regen fleht, die Königin, die weni­ger von reli­giö­sen als viel­mehr von poli­ti­schen Motiven gelei­tet wird, der lei­den­schaft­li­che, streit­bare Prophet, der in tiefe Verzweiflung gerät, als das Volk nicht auf ihn hören will – sie alle wer­den zum Leben erweckt, tre­ten als han­delnde Personen auf und mit­ein­an­der in Kontakt. Es wird gestrit­ten, geklagt, intri­giert, gespot­tet und getobt, wobei der Chor in unter­schied­li­chen Rollen unmit­tel­bar in die Handlung ein­ge­bun­den ist. 

Dieses nicht erzäh­lend, son­dern dra­ma­tisch ange­legte Konzept lässt den alt­tes­ta­men­ta­ri­schen Text bestür­zend aktu­ell wir­ken. Flüchtlingsströme, reli­giöse Eiferer und kli­ma­ti­sche Extreme sind zum fes­ten Bestandteil unse­rer täg­li­chen Nachrichten gewor­den. Die Wüste ist uns näher gerückt, Glaube bis hin zum Fanatismus ist plötz­lich wie­der ein Thema der öffent­li­chen Diskussion. 

Von der Uraufführung im Jahr 1846 an hat der „Elias“ das Publikum in sei­nen Bann gezo­gen und begeis­tert. Mendelssohn-​Bartholdy hat darin seine Idee eines Oratoriums, des­sen Figuren „leben­dig redend und han­delnd“ in Erscheinung tre­ten, wie er es in einem Brief for­mu­lierte, ein­drucks­voll ver­wirk­licht. Die bei­den Chöre, die wie­der nam­hafte Solisten und ein pro­fes­sio­nel­les Orchester als Mitwirkende gewin­nen konn­ten – die „Camerata Gladbach“ besteht vor­wie­gend aus Mitgliedern der Niederrheinischen Sinfoniker – sind dank inten­si­ver Probenarbeit bes­tens­auf Aufführung vorbereitet. 

Eintrittskarten sind online unter info@chorkaarst.deund an der Abendkasse erhält­lich. Eintritt 18,00 Euro, ermä­ßigt 5,00 Euro (für Schüler und Azubis), Kinder bis ein­schließ­lich 4. Schuljahr frei.

(2 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)