Rhein-​Kreis Neuss: Zwischenbilanz des zwei­ten euro­pa­wei­ten Blitz-​Marathons

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Rhein-Kreis Neuss (ots) - In den frühen Morgenstunden (6 Uhr) startete am heutigen Donnerstag (21.4.) auch im Rhein-Kreis Neuss der bereits zweite europaweite Blitz-Marathon.

Die Polizei und beteiligte Kommunen führen Verkehrskontrollen und Geschwindigkeitsmessungen im gesamten Kreisgebiet durch. Der Blitz-Marathon steht diesmal ganz im Zeichen der Opfer von Verkehrsunfällen.

Dazu zählen neben den tatsächlich Verunglückten auch deren Verwandte und Bekannte, die schwer unter den Folgen eines Unfalls zu leiden haben. Der Verlust eines Kindes, eines Vaters, einer Mutter, eines Partners, des Freundes oder der Freundin überschattet alles und verändert das Leben der Angehörigen von einer Sekunde auf die andere.

Nicht jeder Unfall passiert aufgrund überhöhter oder unangepasster Geschwindigkeit aber die gefahrenen Stundenkilometer zum Zeitpunkt der Kollision mit einem anderen Auto, einem Baum, einem Radfahrer oder Fußgänger entscheiden über die Schwere der Verletzungen und damit nicht selten über Leben und Tod.

Die Geschwindigkeitsmessstellen des zweiten europaweiten Blitz-Marathons konzentrieren sich vorrangig auf Strecken, an denen in der Vergangenheit bereits Verkehrsteilnehmer - zum Teil tödlich - verunglückt sind.

Als großen Erfolg wertet die Polizei, wenn ihr nur vereinzelt Verkehrsteilnehmer durch Geschwindigkeitsüberschreitungen auffallen, denn dies bedeutet im Umkehrschluss, dass sich die Mehrzahl der Autofahrer an die erlaubte Höchstgeschwindigkeit hält. Nur so lassen sich auf Dauer Unfälle und ihre schweren Folgen vermeiden.

Für die Zeit, zwischen 6 und 13 Uhr, liegen bislang folgende Ergebnisse der Geschwindigkeitsüberwachungen aus den Städten und Gemeinden im Rhein-Kreis Neuss vor:
Insgesamt kontrollierten Polizei und beteiligte Kommunen bisher 9300 Fahrzeuge und stellten dabei 198 Geschwindigkeitsverstöße fest.

Stadt Neuss
Es wurden insgesamt 1088 Fahrzeuge gemessen. In 66 Fällen überschritten die Kraftfahrer die zulässige Höchstgeschwindigkeit. Trauriger Tagessieger war ein Fahrzeugführer, der mit 83 Stundenkilometern bei erlaubten 50 km/h gemessen wurde. Ihn erwartet ein Bußgeld.

Stadt Dormagen
Von 404 Verkehrsteilnehmern hielten sich 18 nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit. Hier wurde ein Verkehrsteilnehmer mit 50 anstatt der erlaubten 30 Stundenkilometer gemessen.

Stadt Grevenbroich
Hier passierten 2730 Autofahrer die Messstellen. 68 davon mussten sich wegen überhöhter Geschwindigkeit verantworten. Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug 107 km/h bei erlaubten 70 km/h. Den betroffenen Fahrzeugführer erwartet ein Bußgeld.

Stadt Meerbusch
28 der insgesamt 2297 erfassten Autos waren zu schnell unterwegs. Am eiligsten hatte es ein Verkehrsteilnehmer, der mit 69 Stundenkilometer gemessen wurde, wo 50 erlaubt waren. Er muss ein Verwarngeld zahlen.

Gemeinde Rommerskirchen
Bei insgesamt 2781 gemessenen Fahrzeugen, fielen "nur" 18 durch überhöhte Geschwindigkeit auf.

Die Geschwindigkeitsmessergebnisse für Kaarst, Korschenbroich und Jüchen liegen derzeit noch nicht vor.

Studien haben ergeben, dass an den Tagen des Blitz-Marathons nachweislich weniger gerast wird. Insofern ist eine geringe Anzahl von Geschwindigkeitsübertretungen als Erfolg zu werten, denn sie zeigt: Die Aktion schafft bei den Verkehrsteilnehmern ein Bewusstsein für die Gefahren des Rasens.

Geschwindigkeit ist weiterhin Killer Nr. 1 auf unseren Straßen. In diesem Sinne ist der aktuelle Blitz-Marathon Teil der landesweiten Kampagne "Respekt vor Leben - Ich bin dabei!".

Nach Abschluss der Aktion wird die Polizei im Rhein-Kreis Neuss am Freitag (22.4.) eine Gesamtbilanz ziehen und die Bürgerinnen und Bürger über das Ergebnis der Geschwindigkeitsmessungen informieren.

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