Grevenbroich: Städtische Kitas wer­den auch bestreikt

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich – Derzeit geht die Verwaltung am kom­men­den Montag, 11.05.2015, von Streiks in 9 von 16 städ­ti­schen Kitas aus. Diese wer­den voll schlie­ßen. Es han­delt sich um:

Kita Hartmannweg, Kita Orken, Kita Gustorf, Kita Neuenhausen, Kita Langwaden, Kita Allrath, Kita Frimmersdorf, Kita Neurath und Kita Kapellen. Die Kita in der Südstadt wird ihr Angebot redu­zie­ren müssen.

Die Verwaltung bit­tet daher alle Eltern, für die­sen Tag ihre Kinder alter­na­tiv im pri­va­ten Umfeld betreuen zu las­sen, soweit dies mög­lich ist. Dies gilt auch für die Einrichtungen, die nicht bestreikt wer­den, da hier Plätze für Notfälle vor­ge­hal­ten wer­den sollen.

Alle Eltern in den städ­ti­schen Kitas wer­den heute über die Situation mit einem Elternbrief infor­miert. Aushänge in den Kitas wei­sen zusätz­lich auf die Situation hin.

Ab Montag, 9.00 Uhr, wird eine Hotline über die Vergabe von Notplätzen ein­ge­rich­tet sein (Die Telefon-​Nr. wird im Elternbrief bekannt­ge­ge­ben). Erst ab 9.00 Uhr ist die kon­krete Anzahl der Streikenden bekannt und die Anzahl der begrenzt zur Verfügung ste­hen­den Notplätze festgestellt.

Das Jugendamt macht dar­auf auf­merk­sam, dass in den bestreik­ten Einrichtungen keine Notplätze zur Verfügung ste­hen wer­den (die Häuser wer­den kom­plett geschlos­sen sein !), so dass die Unterbringung des Kindes in einer ande­ren Kita mit einem grö­ße­ren Zeitaufwand ver­bun­den sein wird.

Birgit Schikora: „Die Nutzung einer Notfall-​Betreuung ver­ur­sacht nicht nur bei den Eltern, son­dern auch bei den Kindern eine beson­dere Belastung, da diese nun mit ganz neuen Betreuungspersonen und viel­leicht auch frem­den Kindern den Tag ver­brin­gen müs­sen. Von daher sollte die Betreuungsentscheidung für die­sen Tag in den Familien sorg­fäl­tig abge­wo­gen werden.“

Bürgermeisterin Ursula Kwasny und Jugendamtsleiterin Birgit Schikora wer­den am Montag per­sön­lich die offe­nen Kitas besu­chen, um sich von der Situation – auch im Hinblick auf mög­li­che wei­tere Streikaktionen – ein Bild zu machen.

(2 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)

1 Kommentar

  1. Ich habe natür­lich volls­tes Verständnis und für die Streikenden. Andererseits muss ich ganz klar sagen, dass das Austragen auf dem Rücken der arbei­ten­den Eltern und deren Kinder für mich als arbei­tende Mutter ein­fach unmög­lich ist. Hotline für die Notbetreuung ab 9:00 Uhr bedeu­tet für mich das ich dann schon 1 Stunde arbeite und wo bleibt mein Kind…

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