Jüchen: Enkeltrickbande war auch in Jüchen aktiv

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss (ots) – Die nach­fol­gende gemein­same Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Tübingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen hat auch einen Bezug in das Kreisgebiet, genauer gesagt in die Gemeinde Jüchen.
Mit unse­rer Pressemitteilungen vom 24.09.2014 und vom 15.10.2014 berich­te­ten wir über einen voll­ende­ten Enkeltrickbetrug in Jüchen. Die damals erwähnte Geldabholerin ist die nun fest­ge­nom­mene Frau aus Limburg.

POLIZEIPRÄSIDIUM REUTLINGEN STABSSTELLE ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
PRESSEMITTEILUNG 19.01.2015
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Tübingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen
Mehrere Mitglieder einer über­re­gio­nal täti­gen Bande mut­maß­li­cher Enkeltrickbetrüger in Untersuchungshaft Tübingen

Einen Ermittlungserfolg bei der Bekämpfung der orga­ni­sier­ten Kriminalität ver­zeich­nen die Kriminalpolizeidirektion Esslingen und die Staatsanwaltschaft Tübingen. Nach mehr­mo­na­ti­gen Ermittlungen einer beim Kriminalkommissariat Tübingen ange­sie­del­ten, vier­köp­fi­gen Ermittlungsgruppe ist es gelun­gen, drei bereits ein­schlä­gig vor­be­strafte, mut­maß­li­che Mitglieder einer über­re­gio­nal täti­gen Bande von Enkeltrickbetrügern ding­fest zu machen.

Eine 27-​jährige Frau aus Limburg, die bereits im September in Tübingen fest­ge­nom­men wor­den war, befin­det sich ebenso in Untersuchungshaft, wie ihr 30-​jähriger Ehemann und ein 32-​jähriger Komplize aus Frankfurt. Beide wur­den am ver­gan­ge­nen Donnerstag festgenommen.

Auf die Spur der Verdächtigen kamen die Ermittler, wie bereits am 23.09.2014 berich­tet, Mitte September nach einem ver­such­ten Enkeltrickbetrug in Tübingen. Ein Unbekannter hatte sich damals tele­fo­nisch bei einer 75-​jährigen Tübingerin gemel­det und sich als Angehöriger aus­ge­ge­ben, der meh­rere Tausend Euro für ein drin­gen­des Immobiliengeschäft bräuchte. Die Seniorin schöpfte Verdacht und reagierte genau rich­tig: Sie ging zum Schein dar­auf ein, hielt den Anrufer aber hin und alar­mierte unver­züg­lich die Polizei.

Die Kripo konnte dar­auf die 27-​Jährige, die das Geld in Empfang neh­men sollte und zu die­sem Zweck bereits vor dem Wohnhaus des poten­zi­el­len Opfers Stellung bezo­gen hatte, auf fri­scher Tat festnehmen.

Der zustän­dige Haftrichter nahm die Verdächtige auf Antrag der Staatsanwaltschaft Tübingen in Untersuchungshaft. Die anschlie­ßen­den Nachforschungen zu wei­te­ren Tatbeteiligten führ­ten die Ermittler auf die Spur des 30-​jährigen Ehemannes, und des 32-​Jährigen aus Frankfurt.

Dabei erhär­tete sich auch der Verdacht, dass das Trio zwi­schen Juni und September vier wei­tere, gleich­ge­la­gerte Straftaten in Bochum, Witten, Wuppertal, und Jüchen began­gen hatte. Mit immer der­sel­ben Masche erschwin­del­ten die Verdächtigen von ihren durch­weg älte­ren Opfern ins­ge­samt etwa 90.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft Tübingen lei­tete des­halb ein Sammelverfahren gegen die Beschuldigten wegen gewerbs- und ban­den­mä­ßi­gen Betrugs ein und erwirkte ent­spre­chende Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschlüsse sowie Haftbefehle gegen den 30-​jährigen Limburger und den 32-​jährigen Frankfurter.

Am ver­gan­ge­nen Donnerstag durch­such­ten die Ermittler gemein­sam mit Einsatzkräften der jeweils ört­lich zustän­di­gen Polizeidienststellen die Wohnungen der Verdächtigen und andere Objekte in Limburg, Frankfurt, Hanau und Essen und nah­men die bei­den Männer fest. Die Polizei beschlag­nahmte unter ande­rem Schmuck im Gesamtwert von etwa 250.000 Euro, den die Beschuldigten teil­weise bei Pfandhäusern belie­hen oder in einem Bankschließfach auf­be­wahrt hat­ten. Die auf­ge­fun­de­nen Beweismittel bedür­fen noch der ein­ge­hen­den Auswertung, auch wird geprüft, ob der sicher­ge­stellte Schmuck aus Straftaten stam­men könnte.

Der 30-​Jährige wurde wie sein 32-​jähriger Komplize am Freitag dem Haftrichter beim Amtsgericht Tübingen vor­ge­führt, der gegen beide Beschuldigte die Untersuchungshaft anord­nete. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zu even­tu­el­len wei­te­ren Straftaten der Bande und zu mög­li­chen, wei­te­ren Tatbeteiligten dau­ern noch an.

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