Amprion favo­ri­siert Kaarster Dreiecksfläche für den Bau des ULTRANET-Konverters

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH hat heute dem Rhein-​Kreis Neuss und den Kommunen in einer Informationsveranstaltung die Ergebnisse der metho­di­schen Suche nach einem Konverterstandort für die Gleichstromverbindung ULTRANET vorgestellt. 

2014-12-03_Amprion-Favorit
Karte: OpenStreetMap/​Grafik: Klartext​-NE​.de

Das gut­ach­ter­li­che Ergebnis zeigt, dass die soge­nannte Dreiecksfläche (Kaarst) und der Standortbereich an der bestehen­den Anlage Gohrpunkt (Rommerskirchen/​Dormagen) gleich­wer­tig für den Bau eines Konverters geeig­net sind.

Nach der Bewertung des Gutachtens erklärt Amprion die Kaarster Dreiecksfläche zum Favoriten, da der Standortbereich mit Abstand die größte Entfernung zur geschlos­se­nen Wohnbebauung (1.300 Meter) auf­weist. Damit folgt Amprion der bereits zu Beginn des Suchprozesses for­mu­lier­ten Prämisse des größt­mög­li­chen Abstands zur geschlos­se­nen Wohnbebauung. Alle ande­ren Standortbereiche wer­den nicht wei­ter betrachtet.

Auf Basis einer groß­räu­mi­gen Analyse hatte Amprion in der ers­ten Stufe bis Juni die­ses Jahres 19 mög­li­che Standortbereiche im Rhein-​Kreis Neuss ermit­telt, von denen sechs in der Abwägung als bes­ser geeig­net ein­ge­stuft wurden.

In der zwei­ten Stufe wur­den in den ver­gan­ge­nen Monaten Daten und Informationen wie zum Beispiel Bebauungspläne der sechs Bereiche aus den Kommunen ergänzt. Die von Dritten vor­ge­schla­gene Dreiecksfläche in Kaarst wurde vor­be­halt­lich einer erfor­der­li­chen Nutzungsänderung gut­ach­ter­lich geprüft. Die Fläche ist der­zeit im Regionalplan für den Kiesabbau reserviert.

In der zwei­ten Stufe erfolgte die Bewertung anhand von drei Kriteriengruppen. So wurde unter ande­rem der Abstand zur geschlos­se­nen Wohnbebauung betrach­tet und die Erholungsfunktion der Standortbereiche für die Bürger unter­sucht („Raumbedeutende Umweltaspekte“).Vor allem diese Kriterien haben einen star­ken direk­ten Bezug zum Menschen und wur­den daher hoch gewich­tet. Darüber hin­aus bewer­tet das Gutachten das Bestehen von Siedlungs‑, Gewerbe‑, Industriebereichen („Sonstige Raumbedeutsame Aspekte“) sowie die Anordnungsmöglichkeiten des Konverters auf einem Standortbereich oder die Anbindung an das 380-​kV-​Netz („Umsetzbarkeit der Planung“).

Die Realisierung des favo­ri­sier­ten Standortbereichs in Kaarst hängt von der Lösung des Konflikts mit der bestehen­den raum­ord­ne­ri­schen Ausweisung als „Bereich für die Sicherung und den Abbau ober­flä­chen­na­her Bodenschätze“ (BSAB) ab.

Amprion unter­nimmt als Vorhabenträger die nöti­gen Schritte, um den Bau des Konverters auf der Kaarster Dreiecksfläche zu ermög­li­chen. Dazu zählt eine ent­spre­chende Stellungnahme im lau­fen­den Verfahren zur Änderung des Regionalplans (Zieländerung), aber auch die gut­ach­ter­li­che Vorbereitung eines Zielabweichungsverfahrens. Hier muss der Nachweis erbracht wer­den, dass die Abweichung unter raum­ord­ne­ri­schen Gesichtspunkten ver­tret­bar ist und die Grundzüge der Regionalplanung nicht berührt wer­den. Das Zielabweichungsverfahren kann dann im Zuge des Planfeststellungsverfahrens beginnen.

Amprion setzt wei­ter auf den Dialog mit den Gemeinden und Bürgern und wird mit Veranstaltungen über die nächs­ten Schritte sowie die Umsetzung des Konverter-​Baus infor­mie­ren. Bei der Gestaltung des Standorts plant Amprion die Beteiligung der Bürger.

Text: Amprion

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