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Rhein-Kreis Neuss – Zum 25-jäh­ri­gen Bestehen der Part­ner­schaft zwi­schen dem Rhein-Kreis Neuss und dem Kreis Mikołów in Schle­si­en besuch­te jetzt eine pol­ni­sche Dele­ga­ti­on unter Füh­rung von Land­rat Mirosław Duży den Rhein-Kreis Neuss.

Zwei Mal muss­te der Gegen­be­such der pol­ni­schen Sei­te nach den Jubi­lä­ums­fei­er­lich­kei­ten 2019 im Kreis Mikolów wegen Coro­na ver­scho­ben wer­den. Im Rhein-Kreis Neuss stand nun ein breit­ge­fä­cher­tes Pro­gramm auf der Agenda.

Über die Jubi­lä­ums­fei­er auf Schloss Dyck hin­aus kamen unter ande­rem die bei­den Part­ner­schafts­ko­mi­tees zu einer gemein­sa­men Sit­zung zusam­men, um Aus­tausch-Pro­jek­te vor­wie­gend für jun­ge Men­schen zu erör­tern. Eine Ver­an­stal­tung zur EU-Digi­tal­stra­te­gie schloss einen Erfah­rungs­aus­tausch zur Digi­ta­li­sie­rung der bei­den Kreis­ver­wal­tun­gen ein. Im Sand­bau­ern­hof in Lied­berg wur­de eine Aus­stel­lung mit Gemäl­den, Gra­fi­ken und Zeich­nun­gen von pol­ni­schen Künst­lern unter der Über­schrift „Impres­sio­nen aus Mikołów“ eröff­net, und in Zons wur­de eine Gedenk­ta­fel an die pol­ni­sche Köni­gin Riche­za enthüllt.

Sei­ne Fest­re­de auf Schloss Dyck stell­te Land­rat Hans-Jür­gen Petrausch­ke unter die drei Kern­ge­dan­ken „Erin­ne­rung & Dank­bar­keit“, „Ver­söh­nung & Freund­schaft“ und „Gemein­sa­me Zukunft & Euro­pa“. „Nach Kriegs­en­de war es schwer vor­stell­bar, dass Deut­sche und Polen ein­an­der jemals wie­der die Hand rei­chen wür­den. Dass es anders gekom­men ist, dafür sind wir alle zutiefst dank­bar“, sag­te Petrausch­ke. 2012 habe die Euro­päi­sche Uni­on den Frie­dens­no­bel­preis erhal­ten, weil sie aus Euro­pa einen Kon­ti­nent des Frie­dens gemacht habe. „Unser gemein­sa­mes Tun inner­halb der Part­ner­schaft des Rhein-Krei­ses Neuss und des Krei­ses Mikołów mag dabei ein klei­ner Mosa­ik­stein sein. Für unse­re bei­den Krei­se bedeu­tet es seit nun schon 27 Jah­ren: Bis dahin völ­lig frem­de sind ein­an­der ver­traut und Freun­de gewor­den“, so Petrauschke.

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Die Land­rä­te Mirosław Duży (l.) und Hans-Jür­gen Petrausch­ke bei der Fei­er zum Part­ner­schafts­ju­bi­lä­um des Krei­ses Mikolów und des Rhein-Krei­ses Neuss auf Schloss Dyck. Foto: Ste­fan Bün­tig / Rhein-Kreis Neuss

Der Minis­ter für Bun­des und Euro­pa­an­ge­le­gen­hei­ten sowie Inter­na­tio­na­les des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len, Dr. Ste­phan Hol­thoff-Pfört­ner, rich­te­te eine Video­bot­schaft an die Fest­ver­samm­lung. Der Minis­ter dank­te allen, die bis­her an der Grün­dung und Fort­ent­wick­lung der Part­ner­schaft der bei­den Krei­se mit­ge­wirkt haben und zeig­te sich beein­druckt von einer der am längs­ten andau­ern­den Part­ner­schaf­ten in Nordrhein-Westfalen.

Bei der gemein­sa­men Sit­zung der Part­ner­schafts­ko­mi­tees ging es vor­ran­gig um kon­kre­te Aus­tausch­pro­jek­te. Tra­di­tio­nell orga­ni­sie­ren das Jugend­amt des Rhein-Krei­ses Neuss und die Kreis­ver­wal­tung Mikołów seit 1997 Jugend­la­ger abwech­selnd im Rhein-Kreis Neuss und im Kreis Mikołów. 2020 fand es pan­de­mie­be­dingt digi­tal statt. In die­sem Jahr gab es wie­der ein Prä­senz-Jugend­tref­fen. Sie­ben Jugend­li­che aus dem Rhein-Kreis Neuss waren dazu in Polen zu Gast.

Nach dem Besuch einer Bil­dungs­kom­mis­si­on aus dem Kreis Mikołów im Rhein-Kreis Neuss im April 2018 erfolg­te nun die Gegen­ein­la­dung. Die Bil­dungs­kom­mis­si­on aus dem Rhein-Kreis Neuss wird im Mai 2022 in den Kreis Mikołów rei­sen. Dann soll es eine Fort­set­zung des Erfah­rungs­aus­tau­sches zu den jewei­li­gen Schul­sys­te­men geben und wei­te­re Mög­lich­kei­ten der Zusam­men­ar­beit von Schu­len bespro­chen werden.

Auch im Bereich des Sports soll es – sobald es wie­der mög­lich ist – Begeg­nun­gen geben, etwa die Teil­nah­me einer Hand­ball­mann­schaft aus Neuss am Inter­na­tio­na­len Hand­ball­tur­nier in Łazis­ka Gór­ne oder eine Rei­se einer Hand­ball­mann­schaft aus dem Kreis Mikołów zum Qui­ri­nus-Cup in Neuss.

Der Rhein-Kreis Neuss und der Kreis Mikołów neh­men zudem am Koope­ra­ti­ons­pro­gramm des Deutsch-Pol­ni­schen Jugend­werks (DPJW) für Beauf­trag­te der Kom­mu­nal­ver­wal­tung teil. Die Umset­zung mög­li­cher Part­ner­schafts­pro­jek­te in die­sem Rah­men soll 2022 erfolgen.

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