Web Analytics

Neuss – Bevor die poli­ti­schen Gre­mi­en der Stadt Neuss in den kom­men­den Wochen die Fort­füh­rung des Ver­kehrs­ver­suchs Sebas­tia­nus­stra­ße dis­ku­tie­ren, haben sich die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Mitt­le­rer Nie­der­rhein und der Han­dels­ver­band in einem gemein­sa­men Schrei­ben an Bür­ger­meis­ter Rei­ner Breu­er und die Rats­frak­tio­nen gewandt. 

„Die ver­suchs­wei­se Ver­kehrs­be­ru­hi­gung der Sebas­tia­nus­stra­ße und die damit ver­bun­de­nen Sor­gen der Händ­ler, Gas­tro­no­men und ande­rer Gewer­be­trei­ben­den haben uns in den ver­gan­ge­nen Mona­ten immer wie­der beschäf­tigt“, erklärt IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Jür­gen Stein­metz. „Nach­dem wir unse­re Beden­ken zu dem Vor­ha­ben mehr­fach arti­ku­liert haben, begrü­ßen wir nun die von der Ver­wal­tung vor­ge­schla­ge­nen Änderungen.“

Erfreu­lich sei vor allem der Vor­schlag, die Sebas­tia­nus­stra­ße nur tem­po­rär, also vor und nach den übli­chen Geschäfts- und Anlie­fe­rungs­zei­ten, für den moto­ri­sier­ten Ver­kehr zu sper­ren, heißt es in dem Brief. Auch die Vor­ha­ben, den Taxi­stand wie­der an die Sebas­tia­nus­stra­ße zurück­zu­ho­len und „Kiss-and-Go-Zonen“ ein­zu­rich­ten, begrü­ßen IHK und Han­dels­ver­band. „Das wäre vor allem auch für mobi­li­täts­ein­ge­schränk­te Per­so­nen eine gute Nach­richt“, erklärt Han­dels­ver­bands-Geschäfts­füh­rer Jan Kaiser.

Posi­tiv bewer­ten IHK und Ein­zel­han­dels­ver­band auch die Idee, die Stadt­mö­blie­rung in Abspra­che mit den Geschäfts­leu­ten und Anwoh­nern zu ver­än­dern. „Die­ses auf Dia­log ange­leg­te Ver­fah­ren begrü­ßen wir aus­drück­lich und bit­ten dar­um, auch die übri­gen Maß­nah­men in die­sem Sin­ne wei­ter­zu­füh­ren“, heißt es in dem Brief.

Gleich­zei­tig spre­chen sich IHK und Han­dels­ver­band dafür aus, die Aus­wir­kun­gen auf die Stra­ßen­zü­ge, die von der Ver­kehrs­ver­la­ge­rung und dem damit ver­bun­de­nen ver­mehr­ten Rad­ver­kehr betrof­fen sind, regel­mä­ßig zu moni­to­ren. Dies gel­te zum Bei­spiel auch für die Bat­te­rie­stra­ße und den Wen­ders­platz. „Es muss sicher­ge­stellt wer­den, dass die­se Stra­ßen wei­ter­hin ihren Zweck im Ver­kehrs­sys­tem der Innen­stadt erfül­len kön­nen“, heißt es. Gleich­zei­tig soll­ten die ansäs­si­gen Geschäfts­leu­te in die Abfra­ge ein­be­zo­gen wer­den, um die mit­tel- und lang­fris­ti­gen wirt­schaft­li­chen Fol­gen abschät­zen und hier­auf reagie­ren zu können.

„Für vie­le Geschäfts­leu­te han­delt es sich bei den Vor­schlä­gen um eine Kom­pro­miss­lö­sung, der sie kri­tisch gegen­über­ste­hen“, betont Kai­ser. „Eine wei­te­re Ein­schrän­kung der Befahr­bar­keit und Hal­te­mög­lich­keit für den moto­ri­sier­ten Ver­kehr, ins­be­son­de­re inner­halb der übli­chen Geschäfts­zei­ten, könn­ten die Gewer­be­trei­ben­den nicht akzep­tie­ren.“ IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Jür­gen Stein­metz appel­liert: „Des­halb hof­fen wir, dass die poli­ti­schen Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der von der Ver­wal­tung vor­ge­schla­ge­nen Kom­pro­miss­lö­sung zustimmen.“

Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Mitt­le­rer Niederrhein

(70 Ansich­ten gesamt, 1 Leser heute)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]

Sie können den Inhalt dieser Seite nicht kopieren.