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Rhein-Kreis Neuss – Das Jugend­amt des Rhein-Krei­ses Neuss wird ab dem 17. Janu­ar im Kampf gegen das Coro­na­vi­rus soge­nann­te PCR-Pool-Tests nach der Lol­li-Metho­de in den Kin­der­ta­ges­stät­ten in Kor­schen­broich, Jüchen und Rom­mers­kir­chen einsetzen.

Land­rat Hans-Jür­gen Petrausch­ke hat eine ent­spre­chen­de Ver­ein­ba­rung mit dem Land NRW unter­zeich­net, das die Kos­ten über­nimmt. Den Auf­trag für die Aus­wer­tung der Tests erteil­te der Kreis dem Labor Dr. Qua­de und Kol­le­gen in Köln. „Die PCR-Pool-Tests sind ein kon­se­quen­ter Bei­trag zur Erken­nung von Infek­tio­nen, zur Bekämp­fung der Pan­de­mie und zur Gesund­heit der Kin­der und Beschäf­tig­ten“, so Petrauschke.

So sol­len Kin­der und Per­so­nal zwei­mal wöchent­lich auf frei­wil­li­ger Basis auf Infek­tio­nen mit dem Coro­na­vi­rus SARS-CoV‑2 unter­sucht wer­den. Die Tests kön­nen hel­fen, die aktu­el­le Infek­ti­ons­ge­fahr an den Kitas zu ermit­teln und wei­te­re Infek­tio­nen durch geziel­te Hygie­ne- und Iso­la­ti­ons­maß­nah­men zu unterbinden.

Die Ent­nah­me der Pro­ben erfolgt nach enger Abstim­mung mit den Kom­mu­nen mon­tags und mitt­wochs jeweils am Vor­mit­tag unter Auf­sicht des Per­so­nals. Die Jun­gen und Mäd­chen lut­schen dafür 30 Sekun­den an einem Tup­fer („Lol­li“), der dann in ein Röhr­chen gesteckt wird. Alle Tup­fer der Kin­der einer Kita-Grup­pe wer­den in die­sem Röhr­chen gesam­melt, was als „Pool“ bezeich­net wird. Das Per­so­nal ver­schließt dann das Röhr­chen und beschrif­tet es mit dem Namen der Grup­pe. Danach wer­den die Pro­ben in das Labor gebracht, das den SARS-CoV-2-Test durchführt.

Dort wird zunächst der Pool mit­tels einer PCR-Reak­ti­on getes­tet. Fällt das Ergeb­nis nega­tiv aus, bedeu­tet das, dass kei­ne Infek­tio­nen nach­ge­wie­sen wer­den kön­nen. Ist das Resul­tat posi­tiv, muss die Grup­pe auf­ge­löst wer­den, weil min­des­tens eine der Per­so­nen infi­ziert ist. In die­sem Fall blei­ben die Kin­der der ent­spre­chen­den Grup­pe am nächs­ten Tag zu Hau­se und lut­schen dort unter Anlei­tung ihrer Eltern an einem neu­en Tupfer.

Die­ser wird ein­zeln in ein beschrif­te­tes Röhr­chen ver­packt, anschlie­ßend von den Eltern in die Kita gebracht und dort zusam­men mit den Ein­zel-Tup­fern aller Kin­der der Grup­pe ins Labor trans­por­tiert und unter­sucht. Ein ent­spre­chen­der Test wird den Eltern aller teil­neh­men­den Kin­der zu Beginn zur Ver­fü­gung gestellt.

Die Ergeb­nis­se der ein­zel­nen Pro­ben wer­den im Fall einer posi­ti­ven Tes­tung dem Gesund­heits­amt des Rhein-Krei­ses Neuss und den Eltern mit­ge­teilt. Infi­zier­te Kin­der müs­sen zu Hau­se in Iso­la­ti­on blei­ben. Über alle wei­te­ren Qua­ran­tä­ne- und Kon­takt­nach­ver­fol­gungs­maß­nah­men infor­miert das Gesundheitsamt.

Die Maß­nah­me ist bis zunächst zum 31. März geplant. Soll­te das Land das Vor­ge­hen danach wei­ter för­dern, wer­den die Lol­li-Tests fortgeführt.

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