Trickbetrüger am Telefon – via Sprache und per Textnachricht

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) Ein 69 Jahre alter Mann aus Neuss erhielt in den ver­gan­ge­nen Tagen über WhatsApp eine Nachricht sei­nes ver­meint­li­chen Sohnes. Der schrieb, er habe eine neue Handynummer und müsse eine drin­gende Überweisung tätigen. 

Da die neue Rufnummer bei der Bank noch nicht frei­ge­schal­tet sei, könne er das nicht selbst erle­di­gen. Der Neusser über­wies einen vier­stel­li­gen Geldbetrag auf das genannte Konto. Später bat der fal­sche Sohn um eine wei­tere Überweisung an eine andere Kontoverbindung, da es immer noch Probleme mit der Umstellung gebe und er schon eine zweite Mahnung erhal­ten habe. Da der Neusser kei­nen Verdacht schöpfte, über­wies er auch in die­sem Fall einen vier­stel­li­gen Betrag.

Am Dienstag (07.09.), gegen 15:30 Uhr, erhielt ein 83 Jahre alter Mann aus Neuss den Anruf eines angeb­li­chen Kripobeamten aus Düsseldorf. Die Polizei habe bei einer Raubermittlung ein Notizbuch mit sei­nem Namen und dem Vermerk „Kasse” darin gefun­den. Die Kripo gehe des­halb davon aus, dass die Tätergruppe nun an sein Geld wolle.

Der Senior wurde zu sei­nen Bankkonten sowie zu Schmuck und Bargeldbeständen in der Wohnung befragt und als er miss­trau­isch wurde, an eine Staatsanwältin wei­ter­ver­mit­telt. Dazu sollte der Senior, ohne auf­zu­le­gen, die Ziffern 10010 wäh­len. Die vor­geb­li­che Staatsanwältin am ande­ren Ende der Leitung bestä­tigte, dass der Polizist zur Durchführung der Ermittlungen legi­ti­miert wäre.

Der Senior gab dem Kripobeamten anschlie­ßend die gewünsch­ten Informationen. Das Gespräch wurde mit dem Hinweis been­det, dass man sich am nächs­ten Tag noch mal bei ihm mel­den würde. Am Mittwochmorgen (08.09.), gegen 7:00 Uhr, erhielt der Neusser erneut einen Anruf.

Der Anrufer gab sich dies­mal als Staatsanwalt aus und wies den Senior an, sein Bankkonto auf­zu­lö­sen und sein Schließfach zu lee­ren. Das Misstrauen war erneut geweckt und dies­mal been­dete der Senior das Gespräch und infor­mierte die Polizei unter der Notrufnummer 110.

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