Flutkatastrophe: Stadtwerke-​Mitarbeiter hel­fen in Euskirchen und spen­den über 11.000 Euro

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Meerbusch – Am Sonntag, den 18. Juli 2021 erreichte die Stadtwerke Meerbusch ein drin­gen­der Hilferuf aus der Eifel. Die e‑regio GmbH & Co. KG, Energieversorger aus Euskirchen, schrieb:

Bei dem Unwetter von Mittwoch ist neben zahl­rei­chen Stationen und Versorgungsanlagen auch noch unser Firmenstandort in Kall stark zer­stört wor­den. Wir bauen also gerade sowohl unsere eigene und auch die öffent­li­che Infrastruktur wie­der auf. Um die große Anzahl an Hausanschlüssen zu kon­trol­lie­ren, kön­nen wir Hilfe in Form von Netzbetriebsmonteuren als Unterstützung drin­gend gebrauchen.“

Diese so sach­lich vor­ge­brachte Meldung löste bei den Stadtwerken Meerbusch eine Welle der Empathie aus. Schnell fan­den sich viele Freiwillige, die ihre Unterstützung anbo­ten. Von Mittwochvormittag an waren vier Stadtwerker in Euskirchen im Einsatz: Martin Bialkowki, Markus Harings, Kai Vedder und Dirk Wilms. Ausgestattet mit eige­nen Montagefahrzeugen über­prüf­ten sie dort die Hausanschlusskästen und Unterverteilungen in den vom Hochwasser betrof­fe­nen Gebieten.

Lars Lohrberg, tech­ni­scher Leiter bei den Stadtwerken, ist stolz auf sein Team: „Es war gar keine Frage, dass wir hel­fen. Und mit Martin, Markus, Kai und Dirk haben wir sehr ver­sierte und kom­pe­tente Fachkräfte nach Euskirchen schi­cken können.“

(v.l.) Martin Bialkowski, Dirk Wilms, Kai Vedder und Markus Harings in Euskirchen kurz vor dem Einsatz im Krisengebiet (Foto: Stadtwerke Meerbusch)

Gutes Gefühl den Menschen hel­fen zu können

Telefonisch mel­dete sich Martin Bialkowski aus dem Krisengebiet und berich­tete, sehr herz­lich von der e‑regio emp­fan­gen und bes­tens ver­sorgt wor­den zu sein. Er lobte zudem das effek­tive Krisenmanagement und die Koordination des Netzbetreibers. „Es ist ein gutes Gefühl, den Menschen hier in der aktu­el­len Notlage hel­fen zu kön­nen“, sagte Bialkowsi im Telefonat mit sei­nem Vorgesetzten.

Vorerst war eine Unterstützung bis Freitag geplant. Ob ein wei­te­rer Einsatz in Euskirchen oder für andere Netzbetreiber in den kom­men­den Wochen not­wen­dig wird, machen die Stadtwerke Meerbusch von den Anforderungen der jewei­li­gen Energieversorger abhän­gig. „Wir ste­hen in jedem Fall bereit“, sagt Lars Lohrberg.

Die Belegschaft spen­det für Flutopfer

Während sich die Kollegen aus der Technik auf ihren Einsatz in Euskirchen vor­be­rei­te­ten, wurde im Betriebsrat und Kollegenkreis inten­siv über wei­tere Unterstützungsmaßnahmen dis­ku­tiert. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat­ten sich zuvor schon pri­vat enga­giert, sofort Sach- oder Geldspenden geleis­tet oder sich bereits am Wochenende nach den Überschwemmungen z. B. als Freiwillige des Technischen Hilfswerks (THW) auf den Weg gemacht, um vor Ort zu hel­fen. Trotzdem war das Bedürfnis groß noch mehr zu tun.

In einer inter­nen Umfrage kris­tal­li­sierte sich sehr schnell her­aus, dass die Belegschaft in der aktu­el­len Notsituation spen­den möchte. Betriebsratsvorsitzender Patrick Paulsen sagt: „Der Vorschlag zur Spende kam gleich­zei­tig von meh­re­ren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Er hat bei uns einen gro­ßen Zuspruch ausgelöst.“

In Summe gehen 11.387,50 Euro an das „Aktionsbündnis Katastrophenhilfe“, IBAN DE65 100 400 600 100 400 600.

Stadtwerke-​Geschäftsführer Tafil Pufja zeigt sich erfreut über das Engagement sei­ner Mitarbeitenden. „Ich bin stolz, wie schnell und unkom­pli­ziert von Kolleginnen und Kollegen sowohl kon­krete Hilfe als auch finan­zi­elle Unterstützung auf den Weg gebracht wurde. Allen vom Hochwasser Betroffenen wün­sche ich für die nächste Zeit Mut und Kraft, um die Krise zu bewältigen.“

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