Archäologisches Fenster“ nimmt Gestalt an

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Robert Schilken, Herausgeber



Rommerskirchen – Für einen Teilbereich des bei den Grabungen im dama­li­gen Baugebiet Steinbrink gefun­de­nen römi­schen Kanals, beab­sich­tigt die Gemeinde ein soge­nann­tes „Archäologisches Fenster“ einzurichten. 

Derartige „Fenster“ wer­den dort instal­liert, wo archäo­lo­gisch inter­es­sante Strukturen im Boden belas­sen, gleich­wohl jedoch der Öffentlichkeit zugäng­lich gemacht wer­den sol­len. Diese Form der „Dauerausstellung“ ist zumeist so auf­ge­baut, dass sie die „Fundstücke“ einer­seits vor Wettereinflüssen und (un)beabsichtigten Beschädigungen schützt, gleich­zei­tig aber ermög­licht, sie von außen durch eine Glasscheibe oder ein Gitter zu betrachten.

Die Vorarbeiten haben inzwi­schen begon­nen. In die­ser Woche wird die Ankunft einer eigens ange­fer­tig­ten Kiste erwar­tet, die dau­er­haft als Behälter für das über 2,5 Meter lange Teilstück des Kanals dient wird, das spä­ter unter einer Glasplatte sicht­bar sein wird. Zunächst wird die Kiste gleich neben dem Fundort abge­stellt. Ein Kran hebt dann das Stück der Leitung in die Kiste. Anschließend wird der Untergrund, aus dem die Kiste gebor­gen wurde, verdichtet.

Wiederum per Kran wird die Kiste inklu­sive des Kanalstücks dann an sei­nem Bestimmungsort plat­ziert. „Das Amt für Bodendenkmalpflege legt Wert dar­auf, dass das Teilstück wie­der an glei­cher Stelle zu sehen sein wird. Letztlich soll der Gesamtfund so authen­tisch wie mög­lich dar­ge­stellt wer­den“, erläu­tert Gemeindeplanerin Maria Greene. Letzter Arbeitsschritt ist schließ­lich die Aufarbeitung durch die Restauratorin Heike Krainitzki.

Erfolgen kann die­ser „Feinschliff“ am Kanal, wenn die sta­bi­li­sie­rende Verschalung ent­fernt ist, die das Fundstück beim Transport stützt. Mit dem Abschluss der umfang­rei­chen und auf­wen­di­gen Arbeiten ist im Spätsommer zu rechnen.

(v.l.n.r.): Bauleiter Christian Bruhnke, Bürgermeister Dr. Martin Mertens, Gemeindemitarbeiterin Maria Greene. Foto: Gemeinde

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