Chempark Leverkusen: Einsatz nach Explosion im Entsorgungszentrum Bürrig dau­ert an

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Chempark Leverkusen – „Wir sind tief betrof­fen. Die Ereignisse des gest­ri­gen Tages haben uns alle scho­ckiert. Mindestens zwei Menschen haben dabei ihr Leben verloren. 

Fünf wer­den der­zeit noch ver­misst. Wir haben keine große Hoffnung mehr, sie lebend zu fin­den“, sagt Frank Hyldmar, Vorsitzender der Currenta-Geschäftsführung.

Am Dienstag, den 27. Juli 2021, gegen 9:40 Uhr kam es im Tanklager des Entsorgungszentrums Bürrig zu einer Explosion mit anschlie­ßen­dem Brand. „Seit ges­tern arbei­ten die Rettungskräfte sowie viele Kolleginnen und Kollegen rund um die Uhr, um das Ereignis zu bewäl­ti­gen. Das wird sicher­lich noch einige Tage andau­ern. Noch kön­nen wir zur Unfallursache nichts sagen. Die zustän­di­gen Behörden haben die Ermittlungen auf­ge­nom­men“, erklärt Hyldmar.

Die Explosion for­derte bis­her min­des­tens zwei Todesopfer. Bei dem gest­ri­gen Ereignis wur­den zudem 31 Mitarbeiter*innen ver­letzt, eine*r davon befin­det sich in Lebensgefahr. Die Suche nach den fünf Vermissten dau­ert an. Die Hoffnung, diese lebend zu fin­den, ist aber gering.

Schadensstelle. Foto: Currenta

Hotline für Anwohner*innen
In dem Tanklager befan­den sich chlo­rierte Lösemittel, die teil­weise ver­brannt sind. Es gab eine Geruchswahrnehmung, von der aber keine rele­vante Gefahr aus­ge­gan­gen ist. Die Luftmesswagen von Currenta und dem LANUV konn­ten und kön­nen keine erhöh­ten Werte messen.

Im Stadtgebiet gab es Rußniederschläge, dazu sol­len bitte die vor­sorg­li­chen Hinweise beach­tet wer­den: kein Kontakt mit der Haut, kein Essen von Obst oder Gemüse aus dem Garten, keine Verschleppung zum Beispiel über Anziehsachen ins Haus

Für die Anwohner*innen wurde eine Hotline ein­ge­rich­tet. Sie sind gebe­ten, auch Rückstände und Rußniederschlag auf Grundstücken und Straßen dort zu mel­den. Die Hotline ist unter 0214 – 2605 99333 erreich­bar. Currenta ent­sen­det Teams, um an den gemel­de­ten Fundorten Proben zu nehmen.

Was ist verbrannt?
Bei jedem Brand und offe­nem Feuer ent­ste­hen poten­zi­ell gefähr­li­che Stoffe. Je nach­dem, was ver­brennt, kön­nen zum Beispiel Stoffe, wie Dioxin‑, PCB- und Furanverbindungen im Rauch ent­hal­ten sein. Entscheidend ist in jedem Einzelfall die Konzentration die­ser Stoffe. Bei gro­ßen Schadensereignissen ist außer­dem wich­tig zu berück­sich­ti­gen, wo Rußpartikel nie­der­ge­gan­gen sein kön­nen. Diese könn­ten eine erhöhte Konzentration von Rückständen aufweisen.

Aus die­sem Grund wur­den umfang­rei­che Messungen vor­ge­nom­men, die eine prä­zise Analyse der ent­hal­te­nen Rauchgase und deren Verbreitung ermög­li­chen. Eine abschlie­ßende Bewertung ist erst mög­lich, wenn die Ergebnisse die­ser Analyse vor­lie­gen. Bis dahin gel­ten wei­ter­hin die von der Feuerwehr emp­foh­le­nen Vorsichtsmaßnahmen.

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