Feuerwehr: Undichtigkeit an einer PKW-​Gasanlage sorgt für stun­den­lan­gen Einsatz

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich-​Noithausen – Am Samstagnachmittag gegen 16:15 Uhr rück­ten Einsatzkräfte der Feuerwehr Grevenbroich zu einem Gasaustritt an einem mit LPG-​Gas betrie­be­nen Personenkraftwagen, zur Von-​Immelhausen-​Straße in Noithausen aus. 

Aufgrund eines Defektes an der Gasanlage eines Personenkraftwagens trat LPG-​Gas aus. Mit spe­zi­el­len Gasmessgeräten sowie durch einen hör- und riech­ba­ren Gasaustritts haben die Einsatzkräfte kurz nach Eintreffen die Meldung bestä­ti­gen kön­nen. Aufgrund der vom LPG-​Gas aus­ge­hen­den Explosionsgefahr muss­ten die Wehrleute die umlie­gen­den Gebäude räu­men und die Einsatzstelle weit­räu­mig absperren.

Eine Unterkunft für die Anwohner musste nicht orga­ni­siert wer­den, diese konn­ten alle an der Absperrung war­ten oder bei Freunden unter­kom­men“, sagt Einsatzleiter Heiko Ratz. Wegen der mög­li­chen Gefahren durch das aus­tre­tende Gas stell­ten die Einsatzkräfte eben­falls den Brandschutz sicher, um im Brand- oder Explosionsfall recht­zei­tig reagie­ren zu können.

Zeitnah ent­schied sich der Einsatzleiter eben­falls einen Fachberater für alter­na­tive Antriebe an die Einsatzstelle zu beor­dern, um somit eine fach­be­zo­gene Einsatzkraft als Unterstützung der Einsatzleitung vor Ort zu haben. Der Fachberater wurde durch die Feuerwehr Rommerskirchen gestellt. Im Einsatzverlauf führ­ten die Einsatzkräfte regel­mä­ßige Messungen der Gaskonzentration durch und muss­ten, auf­grund hoher und gefähr­li­cher Gaskonzentrationen im Innenraum des PKW, durch das Zerstören einer Seitenscheibe, eine Lüftungsöffnung schaffen.

Nachdem der Personenkraftwagen über einen län­ge­ren Zeitraum gelüf­tet wurde und die Gaskonzentration abge­nom­men hatte, sowie ein Schließen der Leckage durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr nicht mög­lich war, wurde der PKW durch ein Abschleppunternehmen auf eine freie Fläche im Grevenbroicher Industriegebiet, nahe der neuen Feuerwache verbracht.

Da das Gas schwe­rer als Luft ist, kon­trol­lier­ten die Einsatzkräfte alle umlie­gen­den Keller der Häuser mit einem Gasmessgerät und konn­ten anschlie­ßend die Anwohner zurück in ihre Wohnungen las­sen. An der Freifläche im Industriegebiet stellte die Einsatzkräfte erneut den Brandschutz sicher und lie­ßen, weil es sich um ein nicht umwelt­schäd­li­ches Gas han­delt, dass LPG-​Gas dort aus dem Personenkraftwagen aus­strö­men. Durch das schnelle Verflüchtigen des Gases war bereits nach kur­zer Zeit keine höhere Gaskonzentration mehr mess­bar und der PKW wurde anschlie­ßend abgeschleppt.

Nach gut 3,5 Stunden war der Einsatz für die circa 20 Einsatzkräfte der haupt­amt­li­chen Wache und der Löscheinheit Stadtmitte been­det. Während der Einsatzdauer stellte die Löscheinheit Wevelinghoven mit wei­te­ren Einsatzkräften der Löscheinheit Stadtmitte den Grundschutz für das Stadtgebiet sicher.

Aussagen zur Schadenshöhe kann die Feuerwehr nicht machen. Bei dem Einsatz wurde keine Person verletzt.

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