Kindertagesbetreuung in Randzeiten und wäh­rend der „Betriebsferien”

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – In einer Konferenz mit allen Trägern der Kindertageseinrichtungen in Meerbusch hat das städ­ti­sche Jugendamt jetzt die Kindertagesbetreuung in Randzeiten und in den Ferienschließzeiten zum Thema gemacht. 

Der Tenor der Runde: Alle Träger bestä­tig­ten ein­hel­lig, dass die jewei­li­gen Schließzeiten ihrer Einrichtungen gut mit den Eltern abge­stimmt und akzep­tiert seien. Allerdings wol­len die Träger gemein­sam wei­ter an der Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf arbeiten.

Der Bedarf für eine Betreuung in den Randzeiten – also vor 7 und nach 17 Uhr – ist in allen Einrichtungen im Stadtgebiet bis­her sehr gering. Im Gegenteil: „Aufgrund des enor­men Fachkräftemangels wird es jetzt schon schwer, die regu­lä­ren Öffnungszeiten zu garan­tie­ren”, so Peter Annacker, Fachbereichsleiter für Jugend und Soziales im Rathaus. „Und Randzeiten sind auch für Fachkräfte wenig attrak­tiv.” Alle Träger woll­ten aber wei­ter an bedarfs­ge­rech­ten Lösungen arbeiten.

Die Betreuung der Kleinsten in Randzeiten und wäh­rend der Schließungen in den Sommerferien waren zuletzt auch Thema in der Meerbuscher Politik. „Insbesondere für Alleinerziehende und Berufstätige, die ihren Urlaub nicht immer mit den Schließzeiten der Kitas ver­ein­ba­ren kön­nen, kann es bis­wei­len schwie­rig wer­den”, so Annacker.

Auch wenn die Schließzeiten früh­zei­tig – zumeist min­des­tens ein Jahr im Voraus – bekannt seien, komme es vor, dass Kinder auch dann Betreuung bräuch­ten, wenn die Kita geschlos­sen oder die Tagespflegekraft im Urlaub ist. Dies seien aber abso­lute Einzelfälle.

Gibt es tat­säch­lich ein nicht zu über­brü­cken­des Betreuungsproblem, hilft das Jugendamt in Abstimmung mit der Kita oder der Kindertagespflegeperson und stellt eine Alternative zur Verfügung. „Für die kom­men­den Sommerferien hat das gut funk­tio­niert. Wo es nötig war, konn­ten wir eine ander­wei­tige Betreuung vermitteln.”

In der Abwägung der Lage seien aber auch die Urlaubsansprüche der Erzieherinnen und Erzieher sowie der Tagespflegekräfte nicht zu ver­nach­läs­si­gen. Zudem müsse immer gut abge­wo­gen wer­den, inwie­weit eine völ­lig neue Betreuungssituation in unbe­kann­ter Umgebung und mit frem­den Betreuungspersonen fürs Kind zuträg­lich sei.

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