FW Grevenbroich: Stundenlange Einsätze nach Sturmgeschehen

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich (ots) Bis gegen 5 Uhr früh waren Kräfte der Grevenbroicher Feuerwehr am Sonntagmorgen mit den Folgen des hef­ti­gen Sommergewitters beschäf­tigt, das in der Nacht die Region getrof­fen hatte. 

Die Helfer muss­ten unter ande­rem umge­stürzte Bäume und loses Geäst besei­ti­gen, zuge­lau­fene Hunde auf­neh­men und über Stunden die schwer­be­schä­digte Dachkonstruktion eines Wohnhauses sichern, bei dem der Sturm das Sonnendach eines Balkons aus der Verankerung geris­sen hatte.

Gegen Mitternacht inten­si­vierte sich das Einsatzgeschehen. An der Industriestraße in Kapellen fürch­te­ten Anwohner zunächst, dass das Regenwasser von der zeit­weise über­flu­te­ten Straße in ihre Häuser läuft. Kurz dar­auf war die Flut aber schon wie­der so weit abge­lau­fen, dass die Helfer nicht mehr tätig wer­den musste. Ein wei­te­res Team der Grevenbroicher Wehr nahm sich unter­des­sen zweier Huskies an, die einem Anwohner der Grevenbroicher Südstadt zuge­lau­fen waren. Die Hunde kamen ins Tierheim.

Ebenfalls aus Wevelinghoven mel­de­ten Anwohner zwei umge­stürzte Bäume am Lerchenweg und an der Dr.-Kottmann-Straße, die von den Einsatzkräften zer­sägt wur­den. An meh­re­ren Stellen ver­leg­ten abge­ris­sene Äste die Fahrbahnen und Fußwege.

Auf dem Rad- und Fußweg An der Untermühle kam ein Radfahrer im Geäst zu Fall. Einsatzkräfte der Wehr betreu­ten den Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Da zunächst nicht klar war, ob meh­rere Radfahrer betrof­fen waren, such­ten die Helfer auch die Umgebung der Unfallstelle ab. Am Ende ohne Befund.

Die mit Abstand lang­wie­rigste Einsatzstelle befand sich am Amselweg, eben­falls in Wevelinghoven. Dort hatte eine Böe gegen Mitternacht an einem Einfamilienhaus die mas­sive Holz- und Plexiglaskonstruktion eines Dachbalkons aus der Dachkonstruktion geris­sen, durch die Luft gewir­belt und über Kopf wie­der aufs Dach schla­gen las­sen. Teile der Plexiglasscheiben wur­den vom Sturm in das Dachfenster eines Nachbarhauses geweht und ver­letz­ten dort einen Anwohner an der Hand. Wegen der schwe­ren Beschädigungen und weil zu befürch­ten war, dass die Konstruktion ent­we­der vom Dach rutscht oder bei anhal­ten­dem Sturm womög­lich erneut ver­setzt wird, muss­ten die Feuerwehr die aus­la­den­den Trümmer in stun­den­lan­ger Arbeit vom Dach abtragen.

Zunächst musste die Helfer die Holzbalken mit­hilfe von über das Gebäude gezo­ge­nen Tauen gegen Abrutschen sichern. Anschließend zer­sägte ein Wehrmann, gesi­chert über einen Haltegurt von der Drehleiter, die Holzträger auf dem Dach. Weitere Einsatzkräfte tru­gen diese sowie die teils meh­rere Quadratmeter gro­ßen Splitterteile der Plexiglaskonstruktion vom Gebäude. Erst nach rund drei­ein­halb Stunden war auch diese Einsatzstelle gegen 5 Uhr mor­gens abge­ar­bei­tet und die letz­ten Helfer konn­ten in ihre Gerätehäuser zurückkehren.

Im Einsatz waren in der Nacht ins­ge­samt rund 40 Einsatzkräfte der haupt­amt­li­chen Wache sowie von den ehren­amt­li­chen Löscheinheiten aus Kapellen, Wevelinghoven sowie Stadtmitte.

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