Entwurf „Grüne Komposition“: Meererhof wird umgestaltet

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Der Meererhof bekommt ein neues Erscheinungsbild. Die Eigentümergemeinschaft ent­schied sich jetzt mit über­wäl­ti­gen­der Mehrheit für eine Umgestaltung der Außenflächen. 

Umgesetzt wer­den soll der Entwurf „Grüne Komposition“ der bei­den Landschaftsarchitekten Bernd Ramthun und Tobias Fischer. Dieser sieht schol­len­ar­tige grüne Inseln, mit einer robus­ten Staudenbepflanzung und Schirmgehölzen vor, die die Platzfläche struk­tu­rie­ren. Durch eine pas­sende Möbelierung mit sechs geschwun­ge­nen Bankelementen und zwei Spielpunkten wer­den Orte der Begegnung, Kommuniklation, Freizeit und Erholung geschaf­fen. Auch wer­den die Beleuchtungsanlagen erneu­ert. Die Skulptur „Münze“ konnte in die Planung inte­griert wer­den und kann an Ihrem Ort verbleiben.

Die schol­len­för­mi­gen Pflanzbeete sym­bo­li­sie­ren ein Aufbrechen der ver­sie­gel­ten Fläche, die durch die Natur zurück­er­obert wird. Dies geschieht in Form einer vom Menschen ‚kom­po­nier­ten‘ Pflanzabfolge. Für jedes Beet exis­tiert eine eigene Zusammenstellung von Schirmgehölzen sowie pfle­ge­leich­ten, boden­de­cken­den Stauden und Gräsern. Die begrün­ten Flächen funk­tio­nie­ren wie ein „Schwamm“ und sind ein wesent­li­cher Beitrag zur Klimafolgeanpassung. Um die jähr­lich stei­gende Wärmebelastung abzu­min­dern, macht man sich natür­li­che Prozesse zu Nutze.

So wird im Meererhof in Zukunft das anfal­lende Regenwasser über den Oberflächenbelag in die Pflanzflächen gelei­tet, wo ein Teil gespei­chert wird und den Pflanzen län­gere Zeit zur Verfügung steht. Die klei­nen ent­ste­hen­den Naturräume tra­gen in unter­schied­li­chem Maße zur Verbesserung des Stadtklimas bei und bewir­ken etwa Abkühlung durch die Verdunstung der Vegetation, Luftverbesserung durch Sauerstoffproduktion und Feinstaubbindung, Entlastung der Regenwasserkanäle, Stärkung der Artenvielfalt und nicht zuletzt eine höhere Aufenthaltsqualität. Auch in Sachen Lärmminderung leis­ten die Pflanzen ihren Beitrag, indem sie mit ihren Blättern Schall absorbieren.

Grundlage für die Umgestaltung ist die Sanierung der Tiefgarage des Meererhofs. Diese bie­tet die Chance, den in die Jahre gekom­me­nen öffent­li­chen Raum gestal­te­risch und struk­tu­rell auf­zu­wer­ten. Die Bauzeit wird fünf bis sechs Monate betra­gen, frü­hes­ter Baubeginn ist der 5. Juli 2021. Der Zugang zu den Geschäften und den im Meererhof unter­ge­brach­ten Teilen der Stadtverwaltung blei­ben wei­ter­hin erhalten.

Die Baukosten für die Gestaltung des öffent­li­chen Raumes belau­fen sich auf rund 426.000,00 € (brutto). An den Mehrkosten zur Aufwertung des öffent­li­chen Raumes durch eine hoch­wer­tige Gestaltung und Materialwahl betei­ligt sich die Stadt Neuss über Ihre Eigentumsanteile von zwölf Prozent hin­aus mit 134.000 Euro, die aus dem Innenstadtstärkungsprogramm finan­ziert werden.

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