Erweiterung Flughafen Düsseldorf: Entscheidung des Verkehrsministers steht nach sechs Jahren bevor

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Kaarst – Am 16. Februar 2015 hat der Flughafen Düsseldorf beim Verkehrsministerium NRW bean­tragt, die Zahl der Flugbewegungen in der Stunde von heute 45 auf künf­tig 60 Flüge zu erhö­hen und eine grö­ßere Flexibilität bei der Belegung der bei­den Landebahnen zu genehmigen. 

Gegen diese Pläne haben u.a. die Stadt Kaarst und mit ihr ca. 6.200 Kaarsterinnen und Kaarster im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens Einwendungen erho­ben. Die Sorge: Die ohne­hin schon hohe Lärmbelastung über Kaarst würde wei­ter steigen.

Wie die Kaarster Fluglärminitiative nun aus dem Verkehrsministerium erfah­ren hat, ist noch in die­sem Jahr mit einer Entscheidung des Ministers zu rech­nen. Vor die­sem Hintergrund hat deren Vorsitzender Werner Kindsmüller erneut an Verkehrsminister Hendrik Wüst appel­liert: „Lehnen Sie den Antrag voll­stän­dig ab!“ „Aus unse­rer Sicht kann es nur eine umfas­sende Ablehnung des Antrags geben. Es gibt für eine Erweiterung der Flugbewegungen heute eine noch gerin­gere Rechtfertigung als vor sechs Jahren“, so Kindsmüller.

Er ver­weist dar­auf, dass alle Studien bele­gen, dass nach Corona die Zahl der Geschäftsreisenden zurück­ge­hen werde. Zudem ver­trage sich das geplante Wachstum des Luftverkehrs nicht mit den Klimazielen, auf die gerade das Bundesverfassungsgericht noch ein­mal hin­ge­wie­sen habe.

Konkrete Planungen, Kurzstreckenflüge durch Schienenverkehr zu erset­zen, lie­ßen den künf­ti­gen Bedarf wei­ter sin­ken. „Nach all dem kann es nur eine voll­stän­dige Ablehnung des Antrags geben“, erklärt Kindsmüller. Für den Fall, dass der Minister den Antrag jedoch nicht ablehne, werde man dage­gen Klage erheben.

(180 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)