Datenbank gibt umfas­sende Einblicke in Dormagens städ­ti­sche Kunstsammlung

Ihre Unterstützung zählt!

Geschätzter Leser, Sie finden die Veröffentlichungen hier interessant und nützlich? Das ist erfreulich!

Wenn nur 10% der Leser regelmäßig 20 Cent pro Tag zahlen, können davon die laufenden Betriebskosten gedeckt, die Berichterstattung ausgeweitet sowie ggf. zusätzliche Redakteure beschäftigt werden.

Sie können Ihre Zuwendung über z. B. "PayPal" oder per Banküberweisung tätigen. Gerne nenne ich Ihnen die Bankverbindung. Bitte fragen Sie nach. Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke
Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Nach rund zwei Jahren ist sie fer­tig: Dormagens Kunstwerke-​Datenbank. Darin sind 4.702 Werke auf­ge­lis­tet, die in städ­ti­schem Besitz sind. 

Knapp andert­halb Jahre hat Kunsthistorikerin Denise Trump das städ­ti­sche Kunstarchiv sowie die Exponate im öffent­li­chen Raum foto­gra­fiert, kata­lo­gi­siert und ver­schlag­wor­tet. Kunstinteressierte erfah­ren so, wel­che Werke von wel­chen Künstlern in Dormagens Kunstsammlung schlum­mern. Darüber hin­aus sind wei­tere Informationen wie Maße, Material, Zustand und eine Beschreibung des Bildes angegeben.

Dieses Projekt war harte Arbeit mit viel Fingerspitzengefühl. Wir sind stolz auf das Ergebnis und laden alle Dormagenerinnen und Dormagener ein, vir­tu­ell durch unsere Sammlung zu stö­bern“, sagt Ellen Schönen, Fachbereichsleiterin Kultur.

Kulturdezernent Dr. Torsten Spillmann ergänzt: „Das Projekt ist groß­ar­tig umge­setzt wor­den. Wir haben einen gro­ßen Mehrwert für uns und unsere Bürgerinnen und Bürger geschaf­fen. Zudem ist es eine wich­tige Dokumentation für unsere Nachfahren.“

Dormagens Kunstsammlung beinhal­tet bekannte hei­mi­sche Künstler*innen wie Anne Becker-​Küpper, Joachim Braatz, Heike und Heinz Gödecke, Jutta Kükenthal sowie Hans-​Jürgen Knoll und Anita Schüller. Zudem sind inter­na­tio­nale Kreative wie der Londoner David Taborn, die bela­rus­si­sche Malerin Olga Domanova-​Kondo und der zu Lebzeiten in der Schweiz behei­ma­tete Kunstpädagoge Dieter Linxweiler vertreten.

Einen Höhepunkt der Sammlung bil­det die Arbeit „Parlament“ von Jörg Immendorff, einer der bedeu­tends­ten Künstler Nachkriegsdeutschlands. Ebenfalls bemer­kens­wert sind drei Studien, die Theo Blum unter dem sel­ten geführ­ten Aliasnamen „Fleury“ gefer­tigt hat.

Aus dem Nachlass des Zonser Ehrenbürgers besteht auch der Großteil der Dormagener Kunstsammlung. Rund 2400 Druckgrafiken, 1700 Zeichnungen sowie eine Vielzahl von Ölgemälden und wei­te­res Zubehör wie Druckplatten und Glasplattennegativen hat der Kölner Künstler Theo Blum der dama­li­gen Stadt Zons über­ge­ben. Im Zuge der kom­mu­na­len Neugliederung 1975 über­nahm die Stadt Dormagen als Rechtsnachfolge das Vermächtnis des künst­le­ri­schen Werks sowie den schrift­li­chen Nachlass, der im Archiv des Rhein-​Kreis Neuss auf­be­wahrt wird.

Interessierte kön­nen Dormagens Kunstwerke-​Datenbank im Internet unter www​.dor​ma​gen​.de/​k​u​n​s​t​w​e​rke besuchen.

(14 Ansichten gesamt, 1 Leser heute)