Impfkampagne NRW: Weiterer Umgang mit dem Impfstoff von AstraZeneca

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Robert Schilken, Herausgeber



Klartext​.NRW – Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit: Nordrhein-​Westfalen begrüßt die Entscheidungen der Gesundheitsministerkonferenz zum wei­te­ren Umgang mit dem Impfstoff von AstraZeneca. 

Diese sehen eine Aufhebung der Impfpriorisierung für den Impfstoff vor. Zudem wurde die Empfehlung für das Intervall zur Zweitimpfung mit AstraZeneca auf den Zeitraum von vier bis zwölf Wochen aus­ge­wei­tet. Umso län­ger der gewählte Zeitraum inner­halb die­ses Intervalls, desto höher die nach­ge­wie­sene Wirksamkeit.

In Nordrhein-​Westfalen kön­nen bereits seit Anfang der Woche Arztpraxen Personen unter 60 Jahren unab­hän­gig von ihrer Priorisierung mit AstraZeneca imp­fen. Voraussetzung ist, dass sich die zu imp­fende Person nach einer indi­vi­du­el­len Risikoanalyse und nach sorg­fäl­ti­ger Aufklärung durch den imp­fen­den Arzt oder die imp­fende Ärztin dafür ent­schei­det. Die Termine wer­den mit den jewei­li­gen Arztpraxen ver­ein­bart. Hier kann in Absprache mit dem Arzt der fle­xi­blere Zeitraum für die Terminierung der Zweitimpfung genutzt wer­den. Denjenigen, die bereits eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhal­ten haben, steht es dar­über hin­aus frei, sich mit ihrem Arzt über eine Verkürzung der Frist bis zur zwei­ten Impfung auszutauschen.

Auf die Impfzentren in Nordrhein-​Westfalen hat der Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz der­zei­tig keine Auswirkungen, da das Land momen­tan kei­nen AstraZeneca-​Impfstoff für Erstimpfungen in den Impfzentren erhält. Auch kön­nen bereits ver­ein­barte Zweitimpfungstermine auf­grund des damit ver­bun­de­nen orga­ni­sa­to­ri­schen Aufwandes nicht nach vorne gezo­gen wer­den. Sofern die Impfzentren im Land wie­der AstraZeneca-​Impfstoff für Erstimpfungen erhal­ten soll­ten, wer­den die neuen Regeln angewendet.

Das Gesundheitsministerium weist zudem noch­mals dar­auf hin, dass die Impfungen von Personen über 60 Jahre (Priorität 3) in Nordrhein-​Westfalen begon­nen haben und im Bereich der nie­der­ge­las­se­nen Ärzteschaft ab sofort Impftermine ver­ein­bart wer­den kön­nen. Im Gegensatz zu den Impfungen der Über-​80- und Über-​70-​Jährigen fin­den die Impfungen nicht in den Impfzentren statt, son­dern in den Arztpraxen. Auch hier wer­den die Termine direkt mit den jewei­li­gen Arztpraxen ver­ein­bart. Als Impfstoff wird im Normalfall AstraZeneca verimpft.

Wir kom­men hier­mit dem Wunsch vie­ler Bürgerinnen und Bürger nach, bei der Ärztin bzw. dem Arzt ihres Vertrauens geimpft zu wer­den. Ich möchte an die­ser Stelle die Gelegenheit nut­zen, den nie­der­ge­las­se­nen Ärztinnen und Ärzten in Nordrhein-​Westfalen mei­nen Dank aus­zu­spre­chen. Sie machen seit ihrem Einstieg in die Impfkampagne einen sehr guten Job. Ich betone, dass ich hier kei­nen Widerspruch zur Notwendigkeit der Impfzentren sehe. Diese wer­den nun schwer­punkt­mä­ßig Menschen imp­fen, die auf­grund ihres Berufs ein Impfangebot erhal­ten,“ so Minister Laumann.

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