Materialknappheit von Baustoffen: Lieferung von Raummodulen ver­zö­gert sich

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Die Lieferung von Raummodulen für fünf Grundschulen und eine Kita wird sich über die Sommerferien hin­aus ver­zö­gern. Darüber hat die Stadtverwaltung die betrof­fe­nen Schulleitungen informiert.

Gründe dafür sind die auf­grund der Corona-​Pandemie schwie­rige all­ge­meine Marktsituation sowie die extreme Materialknappheit von ver­schie­de­nen Baustoffen.

Ich bedauere es sehr, dass uns die drin­gend benö­tig­ten Module nicht wie gehofft bis zum Ende der Sommerferien zur Verfügung ste­hen. Durch den Bauboom in der Corona-​Pandemie gibt es zur­zeit vor allem einen mas­si­ven Holzmangel, wodurch es zum einen aller­or­ten zu Lieferschwierigkeiten kommt und abso­lute Höchstpreise auf­ge­ru­fen wer­den“, erklärt der Technische Beigeordnete, Dr. Martin Brans.

Für uns, aber ins­be­son­dere für die betrof­fe­nen Schulen ist das sehr unbe­frie­di­gend. Wir prü­fen nun, ob es zu den von uns prä­fe­rier­ten öko­lo­gisch her­ge­stell­ten Raummodulen Alternativen gibt, um die Verzögerungen mög­lichst gering zuhalten.“

Mit dem Anbieter der Raummodule für die Theodor-​Angerhausen-​Schule, die Erich-​Kästner-​Schule und die Kita Farbenplanet steht die Stadt im Austausch, inwie­weit die Raummodule in der Priorität ent­spre­chend der vor­ge­nann­ten Reihenfolge schnellst­mög­lich gelie­fert wer­den kön­nen. Die Ausschreibung für die Friedensschule in Nievenheim kann nach Ablauf der Bindefrist auf­ge­ho­ben wer­den, um eine frei­hän­dige Vergabe zu ermög­li­chen. Um dem aku­ten Raumbedarf dort Rechnung zu tra­gen, sol­len gege­be­nen­falls Mietcontainer für Abhilfe sorgen.

Die Ausschreibung für die Tannenbusch-​Schule in Straberg kann eben­falls nach Ablauf der Bindefrist auf­ge­ho­ben wer­den, um durch eine frei­hän­dige Vergabe einen mög­lichst zeit­na­hen Fertigstellungstermin rea­li­sie­ren zu kön­nen. Da eine zunächst ange­dachte Nutzung des Dachgeschosses der Tannenbusch-​Schule in Delhoven nicht mög­lich ist, sol­len auch dort zwei Raummodule zum Einsatz kom­men. Die Ausschreibung für die Module erfolgt zur­zeit. Alle Raummodule sol­len schnellst­mög­lich fer­tig­ge­stellt werden.

Durch den all­ge­mei­nen Rohstoffmangel und der gleich­zei­tig sehr hohen Nachfrage nach Baustoffen sind die Preise zuletzt stark ange­stie­gen. Nach den bis­her vor­lie­gen­den Angeboten erhö­hen sich die Kosten für alle geplan­ten Raummodule ins­ge­samt um rund zwei Millionen Euro. In einer Sondersitzung des Betriebsausschusses am 18. Mai wird über das wei­tere Vorgehen entschieden.

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