Falscher Polizeibeamter von ech­ten fest­ge­nom­men – Betrüger auf fri­scher Tat ertappt

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Robert Schilken, Herausgeber



Grevenbroich (ots) Am Donnerstag (06.05.) kam es zu einem Betrugsversuch durch fal­sche Polizeibeamte. Es hätte auch fast funk­tio­niert, hätte der kon­tak­tierte Senior nicht im Laufe des immer fort­wäh­ren­den Gesprächs Zweifel bekommen.

Den Anruf des angeb­li­chen Polizeibeamten erhielt der 85-​Jährige etwa um 9:30 Uhr. Es folgte die übli­che Geschichte von der Einbrecherbande, die bereits in der Nachbarschaft aktiv gewe­sen sei und die man mitt­ler­weile fest­ge­nom­men habe. Man habe Hinweise gefun­den, so der „Kripobeamte”, dass Bankangestellte ver­wi­ckelt seien und der Senior ins Visier der Einbrecher gera­ten sei. Nun müsse er der Polizei hel­fen und Geld von sei­nem Konto abhe­ben, weil man über­prü­fen wolle, ob Falschgeld dar­un­ter sei.

Der 85-​Jährige hin­ter­fragte kri­tisch, ließ sich aber zunächst dar­auf ein. Als er eine hohe Summe von sei­nem Konto abge­ho­ben hatte, kamen ihm doch erheb­li­che Zweifel. Es gelang ihm, unbe­merkt Nachbarn zu infor­mie­ren, die umge­hend den Notruf wählten.

Als die – dies­mal ech­ten – Polizeibeamten der Wache Grevenbroich zur Adresse des Seniors kamen, konn­ten sie dort just einen jun­gen Mann antref­fen, der gerade das Geld des Seniors abho­len wollte. Der Tatverdächtige setzte zur Flucht an, als er sie sah, doch es half ihm nichts: Zwei Polizisten setz­ten ihm zu Fuß nach und konn­ten ihn schließ­lich stel­len. Sie nah­men den 19-​Jährigen kur­zer­hand vor­läu­fig fest. Zudem wurde er von Beamten im Streifenwagen sicher zu sei­ner Bank chauf­fiert, um dort das Geld wie­der einzuzahlen.

Dass der Senior zu Recht miss­trau­isch gewor­den war, bewahrte ihn vor einem gro­ßen finan­zi­el­len Schaden. Das Kriminalkommissariat hat die wei­te­ren Ermittlungen aufgenommen.

Der 19-​jährige Festgenommene wurde am Freitag (07.05.) einem Richter vor­ge­führt, der Haftbefehl erließ, die­sen aber unter Auflagen zunächst außer Vollzug setzte.

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