Solarstrom: Speichern oder einspeisen?

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Wer eine Photovoltaik-​Anlage besitzt, freut sich ganz beson­ders über die ers­ten Sonnenstrahlen im Frühling. Denn mehr Sonne bedeu­tet mehr selbst­pro­du­zier­ter Strom und gerin­gere Energiekosten. 

Besonders ver­lo­ckend klingt die Möglichkeit, sei­nen Strom mit­hilfe eines Batteriespeichers jeder­zeit ver­füg­bar zu machen, egal ob die Sonne scheint oder nicht.

Jan Daley Kübel, Klimaschutzmanager der Stadt Jüchen, weist jedoch auf mög­li­che finan­zi­elle Nachteile eines Batteriespeichers für Privathaushalte hin: „Leider rech­net sich die Anschaffung von Batteriespeichern für Privathaushalte in den meis­ten Fällen noch nicht. Die Einspeise-​Vergütung für den nicht direkt selbst ver­brauch­ten Strom ist der­zeit für Bürger*innen die finan­zi­ell attrak­ti­vere Lösung.“

Die Stadt Jüchen emp­fiehlt, sich gut zu infor­mie­ren und die Stromnutzung wie folgt zu optimieren:

  • Solarstrom sel­ber nut­zen: Je mehr Solarstrom direkt im Haus ver­braucht wird, desto bes­ser. Das ver­mei­det den Einkauf von teu­rem Strom aus dem Netz. Wer dar­auf ach­tet, elek­tri­sche Geräte, wie die Wasch- oder Spülmaschine, bewusst zu Sonnenzeiten ein­zu­schal­ten, pro­fi­tiert am meis­ten von der eige­nen Anlage.
  • Überschüssiger Strom: Der nicht genutzte Strom kann ent­we­der gegen eine Vergütung ins all­ge­meine Netz ein­ge­speist oder für die spä­tere eigene Nutzung in einer Solarbatterie gespei­chert wer­den. Wer sich für einen Speicher ent­schei­det, macht sich unab­hän­gi­ger von Stromversorgern und gestal­tet aktiv die Energiewende mit.

Wirtschaftlichkeit von Batteriespeichern: Viele Anbieter von Batteriespeichern wer­ben mit Kosteneinsparungen durch ihre Produkte. Tatsächlich lohnt sich die Anschaffung für Privathaushalte in der Regel sel­te­ner als erhofft, da die Anschaffungskosten hoch sind. Die Speicher kos­ten je Kilowattstunde Kapazität etwa 700 Euro bis 1.200 Euro. Die Lebensdauer der Speicher wird zum Teil über­schätzt und in der Kalkulation zu lang angesetzt.

Selbst mit öffent­li­chen Fördermitteln sind die Investitionskosten in vie­len Fällen höher als der finan­zi­elle Vorteil, der durch den selbst genutz­ten Solarstrom ent­steht. Zudem kommt es vor, dass Anbieter ihrer Kosten-​Nutzen-​Kalkulation unrea­lis­tisch hohe Strompreissteigerungen zugrunde legen. Hier lohnt es sich, posi­tive Entwicklungen zu beobachten.

Unterstützung für Jüchener Bürger*innen
Für inter­es­sierte Bürger*innen bie­tet die Stadt Jüchen in Kooperation mit der Verbraucherzentrale NRW eine anbie­ter­un­ab­hän­gige tele­fo­ni­sche Energieberatung für pri­vate Haushalte an. Die Beratung ist dank Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale kos­ten­los. Für eine Anmeldung zur Energieberatung, Fragen zur Solarstromspeicherung und ‑ein­spei­sung, zur eige­nen Photovoltaikanlage oder zum Mieterstrom steht den Jüchener Bürger*innen Klimaschutzmanager Jan Daley Kübel zur Seite.

Die nächs­ten Termine für die Energieberatung der Verbraucherzentrale fin­den am 18.05.2021 und am 15.06.2021 statt.

Wenn Sie Fragen zur Solarstromspeicherung und ‑ein­spei­sung, zur eige­nen Photovoltaikanlage oder zum Mieterstrom haben oder Fragen zum Klimaschutz in Jüchen kon­tak­tie­ren Sie gerne den Klimaschutzmanager der Stadt Jüchen, Jan Daley Kübel, tele­fo­nisch 02165 / 915‑6008 oder per Mail Jan.Kuebel@Juechen.de

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