Falsche Polizeibeamte mit Schockanruf erfolg­reich – Die Polizei sucht Zeugen

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss /​Dormagen (ots) Am Dienstag (27.04.) erhielt ein lebens­äl­te­res Dormagener Ehepaar einen Anruf einer ver­meint­li­chen Polizeibeamtin aus Euskirchen, die sie über einen vom Sohn des Ehepaars ver­ur­sach­ten Autounfall infor­mierte, bei dem eine Frau gestor­ben sei.

Auch der Sohn sei ver­letzt, aber es drohe ihm auch eine lange Untersuchungshaft, von der nur durch Zahlung einer hohen Summe abge­se­hen werde, die an die Tochter der Verstorbenen zu ent­rich­ten sei. Durch die­sen Schockanruf in Sorge sam­melte das Paar Bargeld und Wertgegenstände zusammen.

Der Dormagener begab sich gegen 13 Uhr bis 13:30 Uhr zur Kurfürstenstraße in Dormagen-​Zons und war­tete dort auf die angeb­li­che Tochter. Während er war­tete, wurde er offen­bar von einer Anwohnerin ange­spro­chen. Sie gab an, eine junge Frau mit dem Namen nicht zu ken­nen. Kurze Zeit spä­ter kam die ver­meint­li­che Tochter und nahm Geld und Wertsachen in Empfang.

Als er wie­der zu Hause war, gin­gen wei­tere Anrufe ein; das Geld rei­che nicht, um die Untersuchungshaft abzu­wen­den. So musste der Dormagener wei­te­res Geld von der Bank abho­len und wurde die­ses Mal ange­wie­sen, zur Friedrichstraße in Neuss zu kom­men. Es erschien wie­der die junge Frau von der ers­ten Übergabe.

Die zweite Übergabe fand etwa zwi­schen 15:15 Uhr und 15:45 Uhr statt. Am Mittwoch (28.04.) klärte ein Telefongespräch mit dem Sohn die Angelegenheit als lei­der erfolg­rei­chen Trickbetrug auf. Die Geschädigten erstat­te­ten Anzeige bei der Polizei.

Die junge Frau, die als „Tochter” des „Unfallopfers” das Geld in Empfang genom­men hatte, wirkte sehr jung, etwa um die 19 Jahre oder auch jün­ger. Sie sei sehr schlank gewe­sen und hatte einen grö­ße­ren Schal um Kopf und Mund gebun­den. Aufgrund ihres „Verlustes” habe sie augen­schein­lich viel geweint.

Das Kriminalkommissariat 12 ermit­telt und sucht Zeugen, die even­tu­ell die Übergaben beob­ach­tet haben. Besonders die Zeugin, die den Dormagener an der Kurfürstenstraße ange­spro­chen hat, wird gebe­ten, sich bei der Polizei zu mel­den. Hinweise wer­den unter 02131 300–0 entgegengenommen.

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