Corona-​Notbremse“ gilt ab heute auch in Dormagen

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – Der Bundestag und der Bundesrat haben sich mehr­heit­lich für die bun­des­weit gel­tende „Corona-​Notbremse“ aus­ge­spro­chen. Damit gel­ten in Deutschland ein­heit­li­che Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. 

Im Rhein-​Kreis Neuss und damit auch in Dormagen tra­ten die Änderungen am Sonntag, 25. April, um 0 Uhr in Kraft. Die offi­zi­elle Inzidenz im Rhein-​Kreis beträgt nach den RKI-​Daten am 25. April 129,9 und liegt damit am fünf­ten Tag in Folge über 100.

Das ändert sich in Dormagen im Einzelnen:

Ausgangsbeschränkungen: Zwischen 22 und 5 Uhr gel­ten Ausgangsbeschränkungen. Bürger*innen dür­fen die Wohnung oder das eigene Grundstück nicht ver­las­sen. Ausnahmen gel­ten u.a. für Notfälle, die Berufsausübung oder das Gassigehen mit dem Hund. Joggen und Spaziergänge blei­ben bis Mitternacht erlaubt, aller­dings nur alleine.

Kontaktbeschränkungen: Private Treffen sind auf die Angehörigen eines Hausstandes und maxi­mal eine wei­tere Person begrenzt. Wichtige Änderung: Die Kontaktbeschränkungen gel­ten ab sofort nicht nur für den öffent­li­chen, son­dern auch für den pri­va­ten Bereich.

Einzelhandel: Der Lebensmittelhandel bleibt geöff­net, eben­falls die Direktvermarktung, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Blumenfachgeschäfte, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel. Hier gilt eine begrenzte Kundenzahl je nach Größe des Geschäfts. Für alle ande­ren gilt: Geschäfte kön­nen Kunden nur ein­las­sen, wenn diese einen bestä­tig­ten nega­ti­ven Corona-​Test mit Nachweis (Bürgertestung) vor­le­gen und einen Termin gebucht haben. Steigt der Inzidenzwert über 150, ist bei Geschäften, die zuvor aus­schließ­lich mit nega­ti­vem Test besucht wer­den konn­ten, nur noch das Abholen bestell­ter Waren erlaubt.

Dienstleistungen: Nicht-​medizinische kör­per­nahe Dienstleistungen sind unter­sagt. Eine Ausnahme gibt es für Friseurdienstleistungen und Fußpflege. Kund*innen müs­sen aller­dings ein nega­ti­ves Corona-​Testergebnis vor­wei­sen, das nicht älter als 24 Stunden sein darf.

Schulen und Kitas: In Schulen wird ab der kom­men­den Woche der Wechselunterricht fort­ge­führt. Ausnahmen gibt es für Abschlussjahrgänge und Förderschulen. Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht in den Schulen ist eine zwei­mal pro Woche durch­ge­führte Testung. Sollte der Inzidenzwert im Rhein-​Kreis Neuss an drei auf­ein­an­der­fol­gen­den Tagen einen Inzidenzwert von 165 über­stei­gen, gehen die Schulen in den Distanzunterricht. Ausnahmen für Abschlussklassen und Förderschulen sind auch dann möglich.

Kindertagesstätten gehen ab einer Inzidenz von 165 in die Notbetreuung über. Die „Corona-​Notbremse“ tritt erst dann wie­der außer Kraft, wenn die Wochen-​Inzidenz an fünf auf­ein­an­der­fol­gen­den Werktagen unter 100 liegt. Zusätzlich ist beschlos­sen wor­den, das Kinderkrankengeld für gesetz­lich ver­si­cherte Berufstätige um 10 zusätz­li­che Tage, für Alleinerziehende um 20 Tage aus­zu­wei­ten, damit diese ihre Kinder wäh­rend pan­de­mie­be­ding­ter Schul- oder Kita-​Schließung zu Hause betreuen kön­nen. Der Anspruch besteht unab­hän­gig davon, ob die Arbeitsleistung grund­sätz­lich auch im Homeoffice erbracht wer­den kann.

Tannenbusch: Der Tierpark im Tannenbusch bleibt geöff­net. Allerdings ist der Besuch nur noch mit einem nega­ti­ven Testergebnis mög­lich. Vor dem Besuch muss online unter https://​www​.event​brite​.de/​e​/​t​i​c​k​e​t​-​f​u​r​-​t​a​n​n​e​n​b​u​s​c​h​-​t​i​c​k​e​t​s​-​1​0​3​3​1​1​0​6​2​168 ein Ticket gebucht werden.

Sport: Kontaktloser Sport im Freien ist nur alleine, zu zweit oder mit dem eige­nen Haushalt erlaubt. Kinder unter 14 Jahren dür­fen kon­takt­lo­sen Sport maxi­mal zu fünft aus­üben. Ist ein Trainer anwe­send, benö­tigt die­ser einen bestä­tig­ten nega­ti­ven Corona-​Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf.

Maskenpflicht: Die Maskenpflicht in der Zonser Altstadt an den Wochenenden und an den Bahnhöfen gilt wei­ter­hin. In Bus und Bahn müs­sen Fahrgäste eine FFP2-​Maske (oder ver­gleich­bar) tra­gen. Das Kontroll- und Servicepersonal darf OP-​Masken ver­wen­den. Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht voll­endet haben, müs­sen keine Maske tragen.

Beerdigungen: Ab einer Inzidenz von 100 dür­fen maxi­mal 30 Menschen an einer Beerdigung teilnehmen.

Bürger*innen, die Hilfe benö­ti­gen, weil sie bei­spiel­weise nicht mehr alleine ein­kau­fen gehen kön­nen oder sich in Quarantäne befin­den und keine Unterstützung im per­sön­li­chen Umfeld haben, kön­nen sich per Mail an hilfe@stadt-dormagen.de wenden.

Bei Fragen an die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderung zu mög­li­chen Hilfsprogrammen und Förderangeboten des Bundes kön­nen sich Gewerbetreibende unter wirtschaft@stadt-dormagen.de melden.

Bei allen Fragen zum Impfen steht der Rhein-​Kreis Neuss zur Verfügung.

Weitere wich­tige Informationen zum Thema Coronavirus unter www​.dor​ma​gen​.de/​c​o​r​o​n​a​v​i​rus.

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