Feuer auf einem Schrottplatz am Holzbüttgener Weg – Einsatzstelle an Betreiber übergeben

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss (ots) Nach über 24 Stunden und dem Einsatz von Unmengen an Wasser und Schaummittel, unzäh­li­ger Schläuche und ande­rer Einsatzmittel konnte die Einsatzstelle am Schrottplatz Holzbüttgener Weg um 22 Uhr des gest­ri­gen Tages „kalt” an den Eigentümer über­ge­ben werden.

Schon um 14:00 Uhr konn­ten Brandermittler der Polizei vor Ort Ihre Arbeit auf­neh­men und nach der Ursache für den Brand suchen.

Das Feuer auf dem Schrottplatz begann um 14:26 Uhr am 22.04.2021 mit der Meldung „FEU_​PKW” und for­derte im wei­te­ren Verlauf die Feuerwehren aus dem Rhein-​Kreis Neuss in vie­ler­lei Hinsicht. So muss­ten in der Anfangszeit des Einsatzes mit etwa 180 Kräften vor Ort eine Ausbreitung auf wei­tere Teile des Schrottplatzes ver­hin­dert wer­den. Das Feuer brei­tete sich rasant aus, da die auf dem Schrottplatz gela­ger­ten Autowracks, Autoteile, Reifen sowie Wohn- und Arbeitscontainer eine opti­male Grundlage für das Feuer boten.

Dank dem mas­si­ven Kräfteansatz und dem Einsatz jedes Einzelnen konnte eine Ausbreitung auf ein Wohnhaus sowie wei­tere Teile des Schrottplatzes ver­hin­dert wer­den. Eine Herausforderung stellte die Löschwasserversorgung vor Ort dar, da der Wasserverbrauch von etwa 10.000 Litern Wasser pro Minute das Leitungsnetz über­for­derte. Zur Abhilfe unter­stützte uns tem­po­rär ein in direk­ter Nachbarschaft lie­gen­des „blaues Möbelhaus” mit Wasser aus ihrer Löschanlage. Doch waren auch diese Ressourcen in Form von etwa 400 Kubikmetern Löschwasser nach eini­ger Zeit auf­ge­braucht. Sie hal­fen aber dabei, Zeit zu gewin­nen und par­al­lel eine wei­tere Löschwasserversorgung über das Hydranten-​Netz aufzubauen.

Luftaufnahme Brand Schrottplatz. Foto: Feuerwehr

So konnte nach über 5 Stunden gegen 19:30 Uhr die Rückmeldung „Brand unter Kontrolle” gege­ben wer­den. Doch war der Einsatz damit noch lange nicht been­det. Es folg­ten wei­tere Herausforderungen: So stellte das aus dem Gelände flie­ßende Löschwasser eine Umweltgefahr dar und sam­melte sich in immer grö­ßer wer­den Seen. Gemeinsam mit meh­re­ren Fachfirmen wurde das Wasser mit Saugwagen über Nacht abge­saugt und somit ein ver­si­ckern in den Boden unter­bun­den. Das abge­saugte Löschwasser wurde in einer Kläranlage fach­ge­recht ent­sorgt. Mit meh­re­ren Tankwagen mit jeweils etwa 30.000 Litern Fassungsvermögen wur­den im Pendelverkehr zwi­schen Kläranlage und Einsatzstelle Unmengen an Wasser bewegt.

Die gesamte Nacht über flu­te­ten mitt­ler­weile neue Einsatzkräfte aus dem gesam­ten Rhein-​Kreis Neuss die Einsatzstelle Meterhoch mit Löschschaum, um auch die letz­ten Glutnester zu errei­chen. Zeitgleich wurde mit­hilfe des THW der gesamte Brandbereich mit Radladern und Greifbaggern umge­schich­tet, um auch tief in Schutzbergen ver­bor­gene Glutnester zu erreichen.

Bis 8:00 Uhr am nächs­ten Morgen arbei­te­ten die Kräfte uner­müd­lich daran, die Einsatzstelle kom­plett zu löschen. Am nächs­ten Morgen über­nah­men nun aus­ge­ruhte Neusser Kräfte die Arbeiten und führ­ten sie bis etwa 14:00 Uhr fort. Dann konn­ten Brandermittler der Polizei Ihre Arbeit auf­neh­men. Im wei­te­ren Verlauf des Tages rückte eine Brandwache immer wie­der zur Einsatzstelle aus, um letzte Glutnester abzu­lö­schen. Erst um 22:00 Uhr konnte die Einsatzstelle kalt über­ge­ben werden.

Durch den gemein­sa­men Einsatz von meh­re­ren Feuerwehren, Hilfsorganisationen, dem THW, der Polizei und wei­te­ren Behörden konnte der Brand letzt­end­lich ein­ge­dämmt und abge­löscht werden.

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