Eintragung des „Koenenlagers“ in Denkmalliste – keine neuen Auswirkungen

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – Das soge­nannte „Koenenlager“ (Römisches Legionslager Novaesium und Auxiliarlager) wurde in die Bodendenkmalliste ein­ge­tra­gen. Dies hat, ent­ge­gen anders­lau­ten­der Behauptungen, keine Auswirkungen etwa auf Pflanzarbeiten oder Bauvorhaben. 

Die Gartengestaltung ist wei­ter­hin voll­kom­men unab­hän­gig vom Bodendenkmal. Genehmigungen sind nur erfor­der­lich, wenn in das unter­ir­di­sche Bodendenkmal ein­ge­grif­fen wer­den soll. Allerdings waren die Belange der Bodendenkmalpflege bereits vor der Eintragung in die Denkmalliste zu berücksichtigen.

Es ändert sich fak­tisch nichts gegen­über dem Status vor der Eintragung“, so Planungsdezernent Christoph Hölters. „Das Römerlager wird auf­grund der ein­deu­ti­gen Befundlage im Einklang mit dem Denkmalrecht schon seit vie­len Jahren so behan­delt, als ob es ein ein­ge­tra­ge­nes Bodendenkmal wäre.“ Pflanzungen jeg­li­cher Art in Privatgärten sind erlaubt.

Bei Fragen hierzu ste­hen die Bodendenkmalpflege im Amt für Stadtplanung der Stadt Neuss oder das Amt für Bodendenkmalpflege beim Landschaftsverband Rheinland zur Verfügung. Bereits am 14. Dezember 2020 fand hierzu eine Bürgerinformation statt, zu der über ver­schie­dene Medien sowie Handwurfzettel ein­ge­la­den wor­den war.

Das Lager ist von inter­na­tio­na­ler Bedeutung und daher Bestandteil des Niedergermanischen Limes. Wie auch andere über­baute Lager etwa in Bonn und Dormagen wird das „Koenenlager“ als Unesco-​Welterbe vor­ge­schla­gen. Die for­melle Eintragung als Bodendenkmal ist auf­grund des Denkmalschutzgesetzes recht­lich erforderlich.

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