Frühjahrsputz: Bis Oktober plät­schern wie­der die Wasserspiele im Stadtgebiet

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Grün-​braunes Wasser schwappt über den Beckenrand, Blätter flie­gen im hohen Bogen durch die Luft. Mit einem Hochdruckreiniger wird der Brunnen am Landsknecht in Büderich wie­der auf Vordermann gebracht. 

Nach der Winterpause soll der Mataré-​Brunnen wie­der glän­zen und fröh­lich sprudeln- wie die rest­li­chen elf Brunnen und Wasserspiele im Stadtgebiet. „Von Oktober bis Ostern sind die Brunnen wegen der Frostgefahr übli­cher­weise abge­stellt. In die­ser Woche wer­den wir nach und nach die Brunnen rei­ni­gen und die Pumpen wie­der zum Laufen brin­gen“, erklärt Christoph Theisen.

Er ist Elektriker bei der Stadtverwaltung und küm­mert sich gemein­sam mit sei­nem Installateur-​Kollegen Sascha Gesse, um die Wartung der Pumpen und die Kontrolle der 2000-​Liter fas­sen­den Zisternen.

Weil sich in den Schächten unter der Erde gefähr­li­che Gase bil­den kön­nen, sind vor dem Abstieg in den Untergrund zunächst ent­spre­chende Messungen nötig. Auch eine Absicherung ist not­wen­dig, wenn die Männer teils fünf Meter in die Tiefe stei­gen, um die Funktionsfähigkeit der Pumpen zu kon­trol­lie­ren. „Wir wer­den ein­mal im Jahr in puncto Sicherheit fort­ge­bil­det“, so Theisen. Ihm ist auch wich­tig, dass die Brunnen so lange wie mög­lich lau­fen. Daher wird auch die Technik regel­mä­ßig erneu­ert, sodass der Verbrauch von Strom und Wasser ste­tig sinkt.

Am Mataré-​Brunnen am Büdericher Landsknecht sind neben Theisen und Gesse auch die städ­ti­sche Grünkolonne und der Fachbereich Straßen und Kanäle mit dem gro­ßen Saug- und Spülwagen im Einsatz. Während sich die Grünkolonne um das Umfeld des Brunnens küm­mert – Unkraut jätet und Müll ent­fernt – gehen die Kollegen vom Saug- und Spülwagen mit einem Hochdruckreiniger dem hart­nä­cki­gen Schmutz in den Becken des Brunnens an den Kragen. „Bei den klei­ne­ren Brunnen ist ein nicht ganz so hoher Aufwand nötig“, so der Experte.

Hin und wie­der sind aber auch grö­ßere Reparaturen an den Wasserspeiern oder Becken not­wen­dig. „Vandalismus ist da lei­der ein gro­ßes Problem. Beispielsweise durch Müll. Denn auch dadurch kann die Technik beschä­digt wer­den. Noch schlim­mer ist es, wenn die Brunnen beschmiert oder Böller in die Spuckfiguren gesteckt wer­den und diese zer­stö­ren. Das ist lei­der alles schon vor­ge­kom­men“, berich­tet Theisen.

An eini­gen Brunnen nagt aber auch ein­fach nur der Zahn der Zeit, wie an einer Figur am „Kinderbrunnen“ an der Büdericher Dorfstraße. Diese hat sich von innen zer­setzt und muss nun erneu­ert wer­den. „Dabei kann man nicht ein­fach hin­ge­hen und die Figur aus­tau­schen. Häufig sind die Brunnen von Künstlern erstellt wor­den. Vor einer Reparatur muss also auch der städ­ti­sche Kulturbereich ein­ge­bun­den wer­den und die Genehmigung ertei­len“, berich­tet Theisen.

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