Ergänzung zu Selbsttests: Stadt Dormagen setzt „Lolli-​Tests“ in Kitas ein

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Robert Schilken, Herausgeber



Dormagen – In Kooperation mit der Universitätsklinik Köln und einem pri­vat­ärzt­li­chen Labor schafft die Stadt Dormagen ein zusätz­li­ches Testangebot in Kitas. 

Im Rahmen der Aktion „Dormagen tes­tet: Schütze deine Liebsten!“ haben ab 19. April alle 34 Dormagener Kindertagesstätten zwei Wochen lang die Möglichkeit, ihre Kinder und Erzieher*innen mit­hilfe von soge­nann­ten „Lolli-​Tests“ zwei­mal wöchent­lich kos­ten­los auf das Coronavirus zu tes­ten. Die „Lolli-​Tests“ wer­den ergän­zend zu den vom Land bereit­ge­stell­ten Selbsttests ein­ge­setzt. Die Kosten trägt die Stadt.

Das Testverfahren wird in eini­gen Kitas in Köln und Solingen bereits seit meh­re­ren Monaten erfolg­reich ange­wandt. Der Vorteil die­ses Verfahrens liegt vor allem in der Akzeptanz gegen­über der sehr unkom­pli­zier­ten Probenentnahme, die beson­ders auch für jün­gere Kinder geeig­net ist“, sagt Sabine Becker, Produktverantwortliche der Stadt Dormagen für die Kinder-Tagesbetreuung.

Bei den soge­nann­ten „Lolli-​Tests“ lut­schen die Kinder bzw. Erzieher*innen für etwa 30 Sekunden an einem Tupfer. Der Tupfer wird in einem gemein­sa­men Probenröhrchen der gesam­ten Kita-​Gruppe gesam­melt. Diese soge­nannte Pool- oder Sammelprobe wird zur PCR-​Testung in ein Labor gebracht. Jedes Kind, wel­ches an der Pool-​Probe teil­nimmt, erhält einen wei­te­ren Test-​Lolli mit nach Hause.

Im Falle einer posi­ti­ven Pool-​Probe wer­den die Erziehungsberechtigten auf­ge­for­dert, einen wei­te­ren „Lolli-​Test“ zu Hause durch­zu­füh­ren, um fest­zu­stel­len, wel­che Person aus der Gruppe mit dem Virus infi­ziert ist. Die Einzeltests wer­den in der jewei­li­gen Kita abge­ge­ben und im Labor aus­ge­wer­tet. Die Ergebnisse wer­den umge­hend den betrof­fe­nen Personen sowie dem Gesundheitsamt des Rhein-​Kreis Neuss mit­ge­teilt, von wo aus alle wei­te­ren Maßnahmen ein­ge­lei­tet werden.

Wir haben zuletzt in Kitas ver­mehrt Infektionen fest­ge­stellt. Aus dem Grund wol­len wir dort in den nächs­ten bei­den Wochen ver­stärkt tes­ten, um noch einen bes­se­ren Überblick über die Infektionslage in unse­ren Kitas zu erhal­ten“, erklärt Becker. „Mit den ‚Lolli-​Tests‘ haben wir ergän­zend zu den Selbsttests des Landes ein wei­te­res Instrument, Ansteckungen in den Kitas zu ver­hin­dern. Daher freue ich mich, dass alle Kitas das Angebot wahr­neh­men wollen.“

Die Teilnahme an der Lolli-​Testung ist frei­wil­lig. Eltern müs­sen ihr Einverständnis für ihr Kind geben.

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