Falsche Bankmitarbeiter in Kaarst und Grevenbroich aktiv

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Kaarst, Grevenbroich (ots) Derzeit kommt es ver­mehrt zu Anzeigen von Betrugsversuchen und auch lei­der erfolg­rei­chen Betrugsfällen durch fal­sche Bankmitarbeiter und fal­sche Polizeibeamten.

Am Mittwoch (07.04.), gegen 13:30 Uhr, erhielt eine 73-​Jährige aus Kaarst einen Anruf eines ver­meint­li­chen Mitarbeiters ihrer Bank, der sie in Kenntnis set­zen wollte über Unregelmäßigkeiten auf ihrem Konto. Hier habe ein Online-​Versandhandel eine grö­ßere Summe abgebucht.

Wenn sie dies stop­pen wolle, müsse sie zur Legitimation ihre Pin-​Nummer nen­nen. Zur Sicherheit sollte sie auch aus dem lau­fen­den Gespräch her­aus die 110 wäh­len. Hier mel­dete sich nun ein angeb­li­cher Polizeibeamter, der die Geschichte bestä­tigte und nun zur „Beweissicherung” ihre EC-​Karte abho­len wollte.

Zudem sollte sie aus Versicherungsgründen auch noch ihren Bargeldbestand nen­nen, den sie zu Hause habe. Der 73-​Jährigen wurde das Ganze zu bunt und sie machte ihre Zweifel deut­lich. Das Gespräch wurde dar­auf­hin beendet.

Gegen 14:15 Uhr führte ein wei­te­rer Senior in Kaarst eben­falls ein Telefongespräch mit einem ver­meint­li­chen Bankmitarbeiter. Unbekannte hät­ten ver­sucht, einen vier­stel­li­gen Bargeldbetrag von sei­nem Konto abzu­he­ben. Auch er wurde auf­ge­for­dert, seine Pin zu nen­nen und aus dem lau­fen­den Gespräch her­aus die 110 zu wäh­len. Der 85-​Jährige, dem zu Recht Zweifel kamen, been­dete selbst das Gespräch.

Die Betrugsversuche wur­den in bei­den Fällen noch recht­zei­tig erkannt. Die Gespräche been­det, die Polizei infor­miert und – ein eben­falls wich­ti­ger Schritt – die Karten umge­hend gesperrt.

Oft genug geht die Geschichte jedoch nicht gut aus, wie in einem Fall am Dienstag (06.04.) in Grevenbroich. Eine 79-​Jährige erhielt gegen 11:30 Uhr einen Anruf von einer jun­gen Frau, auch sie angeb­lich von der Bank der Grevenbroicherin. Es sei Geld abge­ho­ben wor­den, man müsse nun ermit­teln. Es bestünde auch bereits Kontakt zur Polizei.

Sie solle Geld von ihrem Konto abhe­ben, um es prü­fen zu las­sen. Da es sich bei den Geldscheinen um „fin­gier­tes” Geld han­dele, solle sie es dann in einem Umschlag unter einem blauen Wagen depo­nie­ren, der an der Niermannstraße in Grevenbroich geparkt stand, ein Bankmitarbeiter wolle es dann abho­len. Die Seniorin legte gegen 15 Uhr den Umschlag unter das beschrie­bene Auto. Dass es sich bei die­ser Aktion um einen Betrug gehan­delt hatte, wurde erst im Nachhinein klar. Sie erstat­tete Anzeige bei der Polizei.

Das Kriminalkommissariat 12 hat die Ermittlungen auf­ge­nom­men und sucht nun Zeugen, die even­tu­ell an der Niermannstraße beob­ach­tet haben, wie jemand den Umschlag ein­ge­sam­melt hat. Hinweise nimmt die Polizei unter der Nummer 02131 300–0 entgegen.

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