Fördermöglichkeiten für begrünte Gebäude und für Lastenräder

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Robert Schilken, Herausgeber



Meerbusch – Mehr grüne Dächer und Fassaden im Stadtgebiet – mehr Lastenräder auf Meerbuschs Straßen.: 

Mit zwei rich­tungs­wei­sen­den Entscheidungen hat der Haupt‑, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss am Donnerstagabend, dem 25.03., den Weg der Stadt Meerbusch hin zu mehr loka­lem Klimabewusstsein und ver­träg­li­che­rer Mobilität fortgesetzt.

Entscheidung 1: Im Rahmen des Förderprogramms „Meerbusch grünt auf!” kön­nen Hauseigentümer und auch Mieter, die über eine Einverständniserklärung des Eigentümers ver­fü­gen, finan­zi­elle Unterstützung für die Begrünung von Dächern und Fassaden bean­tra­gen. Gedacht sind die Fördermittel für Gebäude im Bestand, für Neubauten hat der Stadtrat bereits im Jahr 2019 eine „Begrünungssatzung” beschlossen.

Je nach Art und Umfang der geplan­ten Maßnahme kann die Stadt aus ihrem Fördertopf nun 20 bis 50 Prozent der anfal­len­den Kosten über­neh­men. Dabei gilt eine Obergrenze von 40 Euro pro Quadratmeter für eine inten­sive, und 30 Euro pro Quadratmeter für eine exten­sive Dachbegrünung. Fassadengrün wird mit 20 Euro pro Quadratmeter Fläche gefördert.

Die Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz im Technischen Dezernat der Stadtverwaltung gibt Interessenten bei der Verwirklichung ihres Vorhabens prak­ti­sche Hilfestellung: Wie wird mein Haus grü­ner, und wie bekomme ich Unterstützung? Zunächst gilt es, eigene Ideen für die Begrünung zu ent­wi­ckeln. Ein qua­li­fi­zier­tes Planungsbüro oder ein zuge­las­se­ner Handwerksbetrieb kann dann eine erste Planung mit Kostenvoranschlag vorlegen.

Dann geht es an die Antragstellung bei der Stadt Meerbusch: Ab 1. April ste­hen die nöti­gen Formulare mit­samt einem Info-​Flyer über die Vorteile begrün­ter Fassaden und Dächer auf der Internetseite www​.meer​busch​.de bereit. Die Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz prüft den Antrag. Wichtig: Erst wenn der Antrag bewil­ligt und der Zuwendungsbescheid der Stadt ange­kom­men ist, kann mit den Arbeiten begon­nen wer­den. Ist das Projekt fer­tig­ge­stellt und mit einem Foto doku­men­tiert, kann das Fördergeld nach Prüfung durch die Stadt abge­ru­fen werden.

Entscheidung 2: Wer sich für Einkauf und Transport ein Lastenrad anschaf­fen und damit umwelt­freund­lich unter­wegs sein möchte, kann jetzt eben­falls mit Unterstützung der Stadt rech­nen. Möglich macht dies das neue Förderprogramm „Meerbusch lädt auf!”, das die Stadt im Rahmen der Initiative „Meerbusch radak­tiv” auf­legt. Den Antrag dazu hatte die SPD-​Fraktion ein­ge­reicht. Jetzt sind die ent­spre­chen­den Förderrichtlinien fer­tig: Beim Kauf eines Lastenrades wird auf Antrag eine Kaufprämie in Höhe von 35 Prozent der Anschaffungskosten ausgezahlt.

Für Elektrolastenräder ist ein Höchstzuschuss von 1.500 Euro mög­lich, bei Lastenrädern ohne elek­tri­sche Unterstützung schießt die Stadt Meerbusch bis zu 1.000 Euro zu. Insgesamt ste­hen dafür in die­sem Jahr 50.000 Euro im Haushalt der Stadt zur Verfügung. Die Regelung gilt nicht für gewerb­lich genutzte Lastenräder – hier­für gibt es bereits ein eige­nes Förderprogramm des Landes NRW.

Wir stel­len fest, dass schon jetzt zuneh­mend Lastenräder auf unse­ren Straßen unter­wegs sind”, sagt Dana Frey, Leiterin der Stabsstelle Umwelt und Klimaschutz. „Das Auto ist aber nach wie vor Transportmittel Nummer eins. Unser Zuschuss soll einen Anreiz schaf­fen, das zu ändern.” Beantragt wird der Zuschuss direkt bei der Stadt: Das ganze funk­tio­niert wie folgt: Angebot für ein Lastenrad der eige­nen Wahl ein­ho­len, Förderantrag online oder in Papierform einreichen.

Bewilligungsbescheid abwar­ten und Kaufvertrag abschlie­ßen. Innerhalb von drei Monaten muss der Kaufnachweis ein­ge­reicht wer­den, dann erfolgt die Abrechnung mit der Stadt. Antragsformulare und Info-​Flyer mit prak­ti­schen Tipps gibt es auch hier ab 1. April auf www​.meer​busch​.de.

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