Änderungen im Erneuerbare-​Energien-​Gesetz (EEG): Wissenswerte für Bürgerinnen und Bürger

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Robert Schilken, Herausgeber



Jüchen – Am 1. Januar 2021 sind Änderungen im Erneuerbare-​Energien-​Gesetz (EEG) in Kraft getre­ten. Das EEG regelt die Förderung der Stromerzeugung aus erneu­er­ba­ren Quellen wie Solarenergie und Windenergie. 

Die Änderungen sol­len dazu bei­tra­gen, dass mehr umwelt­freund­li­cher Strom erzeugt und damit das Klima geschützt wird. An meh­re­ren Stellen sind Bürgerinnen und Bürger, die bereits selbst Strom aus Photovoltaik erzeu­gen oder dies in nächs­ter Zeit beab­sich­ti­gen, von den Änderungen betroffen.

Der Netzanschluss klei­ner Anlagen ist jetzt ohne Verzögerung mög­lich, denn die Stromnetzbetreiber sind zum Anschluss von Photovoltaikanlagen ver­pflich­tet. Reagiert ein Netzbetreiber nicht unver­züg­lich mit einem Zeitplan auf das Anschlussbegehren eines Verbrauchers, darf die­ser spä­tes­tens nach einem Monat seine Anlage (bis 10,8 Kilowatt) anschließen.

Für Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von bis zu 30 Kilowatt muss keine EEG-​Umlage für den Eigenverbrauch gezahlt wer­den (vor­her lag die Grenze bei 10 Kilowatt). Für Anlagen über 30 Kilowatt fällt eine redu­zierte EEG-​Umlage von 2,6 Cent je Kilowattstunde an. Zum Vergleich: Für jede aus dem Stromnetz gelie­ferte Kilowattstunde müs­sen Verbraucher
6,5 Cent EEG-​Umlage bezahlen.

Förderung von Mieterstrom

Bis zum Jahr 2030 soll die Menge an pro­du­zier­ten Solarstrom bun­des­weit fast ver­dop­pelt wer­den. Damit auch Mieterinnen und Mieter und Wohnungseigentümerinnen und ‑eigen­tü­mer den Strom aus der Sonne stär­ker nut­zen kön­nen, wird der Mieterstromzuschlag erhöht. Außerdem wird die Mieterstromförderung für Strom gewährt, der außer­halb des Gebäudes der Photovoltaikanlage an Bewohnerinnen und Bewohner inner­halb der nähe­ren Wohnbebauung gelie­fert wird. Der Mieterstrom darf sowohl vom Anlagenbetreiber selbst, als auch von Dritten an Verbraucherinnen und Verbraucher gelie­fert werden.

Fortführung des Betriebs von über 20 Jahre alter Photovoltaik-Anlagen.

Für Solar-​Anlagen, die bis 2000 in Betrieb genom­men wur­den, ist der Anspruch auf Förderung aus­ge­lau­fen. Die Regelungen des neuen Gesetzes ermög­li­chen es den betrof­fe­nen Anlagenbetreibern, wei­ter­hin Strom ins öffent­li­che Netz ein­zu­spei­sen. Für den Strom erhal­ten sie zwar keine Förderung mehr, aber den übli­chen Marktpreis. Diese Übergangsregelung gilt bis 2027.

Beratung für die Jüchener Bürgerinnen und Bürger

Die Verbraucherzentrale NRW bie­tet für inter­es­sierte Bürgerinnen und Bürger in Jüchen eine anbie­ter­un­ab­hän­gige Energieberatung für pri­vate Haushalte an, zunächst per Telefon. Der nächste Termin für die Energieberatung der Verbraucherzentrale fin­det am 20.04.2021 statt. Die Beratung ist dank Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale kostenlos.

Für eine Anmeldung zur Energieberatung, Fragen zum Erneuerbare-​Energien-​Gesetz (EEG), zur eige­nen Photovoltaikanlage oder zum Mieterstrom der Klimaschutzmanager der Stadt Jüchen, Jan Daley Kübel, bera­tend zur Seite. Er koor­di­niert gemein­sam mit den Wirtschaftsförderungen von Grevenbroich und Rommerskirchen die Beratung. Zum ver­ein­bar­ten Termin, wer­den die Ratsuchenden von einem Energieberater ange­ru­fen und alle indi­vi­du­el­len Fragen besprochen.

Wir hof­fen, dass die Energieberatung von vie­len Bürgerinnen und Bürgern in Anspruch genom­men wird“, betont Jan Daley Kübel, Klimaschutzmanager der Stadt Jüchen.

Für Frage zum Klimaschutz wen­den Sie sich bitte direkt an den Klimaschutzmanager der Stadt Jüchen, Jan Daley Kübel. Sie kön­nen ihn unter der Rufnummer 02165 / 915‑6008 oder per Mail Jan.Kuebel@juechen.de erreichen.

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