Landesgartenschau 2026: Erste Ideen und Vorstellungen für die Bewerbung gesammelt

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Robert Schilken, Herausgeber



Neuss – „Bei der Bewerbung um die Landesgartenschau 2026 wol­len wir sowohl die Bürgerinnen und Bürger, aber auch Expertinnen und Experten zu Wort kom­men lassen.

Denn wir wol­len nach­hal­tige Stadtentwicklung betrei­ben, die nicht nur aus­wär­tige Besucherinnen und Besucher anzieht, son­dern auch lang­fris­tig einen Mehrwert für die Neusserinnen und Neusser bringt.“ Mit die­sen Worten begrüßte Bürgermeister Reiner Breuer die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ers­ten Expertengesprächs im Rahmen der Machbarkeitsstudie zur Bewerbung um die Landesgartenschau 2026. Gehört wur­den Fachleute aus den Bereichen Landschaftsplanung- und Architektur sowie von Natur- und Umweltschutzbehörden und –ver­bän­den.

Zentraler Bereich soll dem­nach der Rennbahnpark wer­den, über noch zu schaf­fende Verbindungsachsen sol­len aber auch wei­tere Grünbereiche wie der Stadtgarten oder das Rheinvorland mit ein­be­zo­gen wer­den. Dabei sol­len natur­räum­li­che Potentiale erkannt und genutzt wer­den, um bes­ten­falls zu einem Biotopverbund bei­zu­tra­gen. Auch böte die Landesgartenschau die Möglichkeit, die Aufenthaltsqualität für neue Wohnbebauung in Innenstadtnähe, etwa im Hammfeld oder im Augustinusviertel zu verbessern.

Damit würde sie einen gro­ßen Beitrag zur Stadtentwicklung leis­ten. Thematisch böten sich in Neuss viele Anknüpfungspunkte für eine Landesgartenschau, etwa an die Kulturlandschaft, die Stadtgeschichte, den Rhein oder die Stadtökologie.

In einem wei­te­ren Expertengespräch kamen Fachleute aus den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Handel und Kultur zu Wort. „Die Landesgartenschau ist längst keine Blümchenschau mehr. Es geht darum, die wirt­schaft­li­chen, tou­ris­ti­schen und kul­tu­rel­len Aspekte einer Landesgartenschau zu beleuch­ten und zu iden­ti­fi­zie­ren, wel­che Aspekte Neuss von ande­ren Städten abhebt,“ sagt Christoph Hölters, Beigeordnete für Planung, Bau und Verkehr.

So ist in Neuss zum Beispiel mit der Nähe zum Hafen die Nahrungsmittelproduktion mit der 2000-​jährigen Geschichte rele­vant. Das birgt das Potenzial, mit der Landesgartenschau und dem Hafen ein urba­nes Konzept zu ent­wi­ckeln. Der Hafen ist ein Anknüpfungspunkt zum Strukturwandel in der Region. Auch der Wendersplatz soll mit­ein­be­zo­gen wer­den ebenso wie der Rennbahnpark und die Nutzbarkeit des Rennbahnparkgebäudes, wie etwa mit einem neuen Kultur- und Gastronomie-​Konzept. Mit dem Globe Theater vor Ort befin­det sich bereits eine bedeu­tende Kulturstätte vor Ort und ist Magnet für viele (über-)regionale Besucherinnen und Besucher.

Die Innenstadt soll eben­falls ein­ge­spannt wer­den, der Gedanke: Cityverknüpfung mit Grünflächenverknüpfung. Vorhandene Ecken im inner­städ­ti­schen Bereich sol­len an Attraktivität gewin­nen. Hierzu wer­den ent­spre­chende Flächen eruiert.

Die Landesgartenschau wird sicht­bare Effekte auf Einzelhandel, Wirtschaft, Gastronomie, Hotelbranche, Tourismus und Infrastruktur erzie­len. Der Stadtrat kann im Juni auf Grundlage der Machbarkeitsstudie der Bewerbung zur Landesgartenschau zustim­men. Ende Oktober/​Anfang November wird je nach Entscheidung des Rates die Bewerbung eingereicht.

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