Wilde Müllkippe an der Grenze zu Pulheim

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Robert Schilken, Herausgeber



Rommerskirchen – „Ein Anhänger wird mit Sicherheit voll“, sagt Tiefbauamtsleiter Rudolf Reimert. Am äußers­ten Ende des von Butzheim in Richtung des Nachbarorts füh­ren­den Stommelner Wegs sind er und seine Mitarbeiter jetzt fün­dig geworden: 

Fast schon auf Pulheimer Gebiet wur­den knapp 40 Altreifen ohne Felge und eine große Menge Bauschutt abge­la­den. Die „wilde“ Müllkippe befin­det sich in einer Senke, die von außen kaum ein­seh­bar ist, was Reimert zufolge auf gute Ortskenntnisse des Täters schlie­ßen lässt.

Mehr noch: „Ich ver­mute sogar, dass der Verursacher aus Stommeln oder Pulheim ange­fah­ren ist“, sagt Rudolf Reimert. Den Abfall wird der Bauhof der Gemeinde schnells­tens ent­sor­gen. Auch wenn es an die­ser Stelle das erste Mal war, dass dort uner­laub­ter­weise Abfälle ent­sorgt wurde, bestä­tigt sich den­noch ein längst bekann­tes Muster.

Wilde Müllkippen bestehen in aller Regel aus Bauschutt Altreifen und nicht sel­ten auch aus Möbeln. Sie ent­ste­hen Reimert zufolge viel­fach „an gut aus­ge­bau­ten Wirtschaftswegen“, was für ihn „Fluch und Segen eines gut aus­ge­bau­ten Wirtschaftswegenetzes ist.“ Während die durch die Felder füh­ren­den Wege einer­seits gut befahr­bar sind, ist es inmit­ten des weit­ver­zweig­ten Netzes denn unüber­sicht­lich genug, um zumeist nicht erwischt zu werden.

Was indes keine Garantie dafür ist, nicht doch ein­mal auf­zu­flie­gen: Derzeit ermit­telt der Rhein-​Kreis Neuss in einem Fall, bei dem in einem Wäldchen in Vanikum Bauschutt und ein kom­plet­tes Badezimmer abge­la­den wur­den. Hier gibt es Rudolf Reimert zufolge wohl einen kon­kre­ten Verdacht.

Lässt der sich erhär­ten, wird der Betroffene leb­haft bedau­ern, sich die Gebühren an den Entsorgungsstellen des Kreises gespart zu haben. „Unsere Satzung sieht ein Bußgeld in Höhe von 5000 Euro vor, aber da die Sache jetzt beim Kreis liegt, kann der betrag am Ende auch im fünf­stel­li­gen Bereich lie­gen“, beschreibt der Tiefbauamtsleiter die Dimension des zu erwar­ten­den „Knöllchens“.

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