Hochneukirch: Linde auf dem Friedhof muss saniert werden

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Robert Schilken, Herausgeber



Rhein-​Kreis Neuss – Der Evangelische Friedhof an der Rheydter Straße in Hochneukirch ist zur­zeit gesperrt, da in der gro­ßen Linde Mängel im Kronenbereich fest­ge­stellt wor­den sind. 

Das mel­det das Amt für Entwicklungs- und Landschaftsplanung, Bauen und Wohnen des Rhein-​Kreises Neuss. Der mäch­tige Baum – mit geschätz­ten 300 Jahren sicher einer der ältes­ten im Stadtgebiet von Jüchen – umspannt den gesam­ten klei­nen Friedhof und ist im Landschaftsplan als Naturdenkmal geschützt.

Die sicht­ba­ren Schäden ver­an­lass­ten den Kreis, eine umfas­sende Untersuchung des Baums durch einen Gutachter in Auftrag zu geben. Die Analyse erfolgte unter ande­rem mit Schalltomographien des Stammes, bei denen grö­ßere, durch Fäulnis geschä­digte Bereiche im Inneren fest­ge­stellt wur­den. Damit ist die alte Holländische Linde mit ihren aus­la­den­den Ästen nicht mehr aus­rei­chend verkehrssicher.

Um den wegen sei­ner Bedeutung für das Ortsbild und auch als Lebensraum für viele Vögel, Insekten und andere Tiere äußerst wert­vol­len Baum trotz­dem erhal­ten zu kön­nen, wird durch den Rhein-​Kreis Neuss eine auf­wen­dige Sanierung des Naturdenkmals begon­nen. Zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit muss eine Fachfirma für Baumpflege die Krone um min­des­tens ein Drittel kür­zen, damit der geschä­digte Stamm das Gewicht der Krone wei­ter­hin tra­gen kann. Zusätzlich wer­den die ver­blie­be­nen soge­nann­ten Stark-​Äste mit Sicherungsseilen ver­bun­den und sta­bi­li­siert, um Windbewegungen zu reduzieren.

Die Linde auf dem Evangelischen Friedhof in Hochneukirch ist schät­zungs­weise 300 Jahre alt und muss jetzt saniert wer­den, um ihren Erhalt zu sichern. Foto: Rhein-​Kreis Neuss

Die nun not­wen­di­gen Arbeiten wer­den unter Einsatz eines außer­halb auf­ge­stell­ten Krans durch­ge­führt, damit keine Schäden im Bereich des Friedhofs ent­ste­hen. Durch die Maßnahmen kann der ein­zig­ar­tige Baum mit sei­nem mäch­ti­gen Stamm und dann zwar klei­ne­rer Krone ver­mut­lich noch viele Jahre erhal­ten blei­ben. Der Erfolg des Projekts und die wei­tere Entwicklung des Baums wer­den vom Rhein-​Kreis Neuss begleitet.

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